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            <title>Landesparteirat Eberswalde: Anträge</title>
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                <title>Landesparteirat Eberswalde: Anträge</title>
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                        <title>E1NEU: Europa für Brandenburg, Brandenburg für Europa</title>
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                        <author>Landesparteirat (beschlossen am: 21.04.2018)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Europa ist unsere Zukunft. Die Vertiefung der Europäischen Union und das Zusammenwachsen der Staaten Europas auf Grundlage einer Wertegemeinschaft, in der Vielfalt, Toleranz, Menschenrechte und Respekt vor Minderheiten die Basis des Zusammenlebens sind, ist und bleibt auch in Zukunft ein herausragendes Ziel unserer Politik. Denn diese Werte einigen uns über Länder, Sprachen, Nationen, Religionen, einfach über Grenzen hinweg. Die Vielfalt in der Einheit und die Zusammenarbeit aller sind die Stärken Europas. Nur so lassen sich auch die Herausforderungen der Zukunft wie Klimawandel, Migration, grenzüberschreitende Mobilität, innovative Landwirtschaft oder Digitalisierung erfolgreich meistern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Europäische Union ist trotz aller Unzulänglichkeiten und Herausforderungen eine Erfolgsgeschichte, von der ganz besonders auch Brandenburgprofitiert. Niemals zuvor in der Geschichte eines Großteils unseres Kontinents gab es eine vergleichbare Periode des Friedens, der politischen und persönlichen Freiheit für alle und des relativen ökonomischen Wohlstands für viele. Dennoch steht Europa vor Herausforderungen von Innen und Außen, die seinen Bestand als Staatenunion in Frage stellen. Im Vereinigten Königreich hat eine Mehrheit der Bürger*innen für den Brexit gestimmt, in Ungarn und der Slowakei machen die Regierungschefs Stimmung gegen die EU, und gegen Polen hat die EU ein Rechtsstaatsverfahren eingeleitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Brandenburger Bündnisgrünen können uns eine gute Zukunft für Brandenburg nur im Rahmen eines geeinten Europas vorstellen. Deshalb müssen und wollen wir Europa gegen Populist*innen verteidigen aber auch weiterentwickeln. Wir haben konkrete Vorstellungen, was wir uns für Europa in Brandenburg und für Brandenburg in Europa wünschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stehen ein für eine Europäische Union, die zusammen wächst und zusammen arbeitet und Antworten auf die drängenden Fragen der Zukunft gibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>EU-Mittel für ein ökologisches und soziales Brandenburg einsetzen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">1. Gleichwertige Lebensverhältnisse fördern</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Europäische Kohäsionspolitik ist ein wichtiger Beitrag zur Angleichung des Wohlstandsniveaus in den unterschiedlichen Räumen der EU. Für uns Bündnisgrüne bedeutet die Förderung durch Europäischen Strukturfonds nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Angleichung der Lebensverhältnisse in Europa, sondern sie sind auch ein wichtiges Instrument um die Werte und Ziele der Europäischen Union zu fördern. Wir Bündnisgrüne fordern einen gesellschaftlichen Mehrwert der EU-Förderpolitik. Daher ist es unabdingbar, dass die Kohäsionsförderung in strukturschwachen Regionen zu veränderten Rahmenbedingungenfortgeführt wird. Der Brexit führt jedoch zu einer deutlichen Kürzung der verfügbaren EU-Mittel. Dabei ist für uns klar, dass wir für Brandenburg keine Förderung auf Kosten noch ärmerer Regionen in der EU verlangen. Daher streben wir an, den Umfang der Mittel für die Kohäsionspolitik beizubehalten. Darüber hinaus gehender, besonderer Förderbedarf in Brandenburg sollte durch gezielte Bundesprogramme bzw. dem Aufstocken einschlägiger Gemeinschaftsaufgaben sehr gut beantwortet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einführung einer Negativliste für Fördergegenstände (Ausschluss von Flughäfen, Autobahnen, Kohle- und Gasinfrastruktur)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Erhalt der EU-Kohäsionsförderung durch ausreichende Ausstattung des EU-Haushalts mit Eigenmitteln (Finanztransaktionssteuer, Plastiksteuer)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">2. Strukturwandel im Energiesektor unterstützen und nicht bremsen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fördergelder können auch kontraproduktiv wirken. Sie müssen deshalb zielgerichtet für übergeordnete Ziele ausgezahlt werden. Bestimmte Fördergegenstände vor allem auch aus klimapolitischer Sicht müssen deshalb ausgeschlossen werden. Die Europäische Union hat sich mit der Unterschrift unter das Übereinkommen von Paris dazu verpflichtet, wirkungsvoll dem Klimawandel entgegen zu treten. Daher gilt: Europa muss auf dreckigen Kohlestrom verzichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Brandenburger Bündnisgrüne vergessen jedoch die Kohlekumpel, die Facharbeiter*innen in der kohleverarbeitenden Betrieben, die Expert*innen in den Kohlekraftwerken, die Mitarbeiter*innen in den Zulieferbetrieben und all die Familien in den Kohleregionen nicht . Daher fordern wir neben den absolut notwendigen Maßnahmen von Landes- und Bundesregierung ein EU-Programm zur Gestaltung des Strukturwandels durch Kohleausstieg, mit dem eine echte Zukunft in der Lausitz geschaffen werden kann. Denn der Ausstieg aus der Kohle ist eine gesamteuropäische Aufgabe, daher muss der notwendige Strukturwandel auch in der Lausitz auch mit europäischen Finanzmitteln flankiert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einrichtung einer Europäisches Modellregion &quot;Lausitz im Strukturwandel&quot; mit dem Ziel Kohleausstieg bei gleichzeitigem Erhalt industrieller Strukturen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Aufbau eines EU-Kompetenzzentrum Strukturwandel in der Lausitz</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schaffung eines neuen Förderprogramms &quot;Just Transition&quot; im Rahmen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (geplantes Mindestbudget: 10% der EFRE-Mittel)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">3. Die Europäische Agrarpolitik an Brandenburger Bedürfnisse anpassen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Förderarchitektur der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) stellt rund 40 Prozent des Gesamtbudgets der Europäischen Union und damit den zweitgrößten Posten im EU-Haushalt dar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gefördert wird jedoch keine bäuerlich orientierte und naturverträgliche Landwirtschaft, sondern ein agroindustrieller Kurs auf Kosten von Umwelt, bäuerlichen Erzeuger*innen, Verbraucher*innen- und Tierschutz, der auch in Brandenburg deutlich spürbar ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns Bündnisgrüne steht für die neue GAP nach 2020 fest: Sie muss die europäische Agrarwende einleiten! Wir brauchen in Brandenburg dringend eine Umstellung der Förderpolitik weg von der Bevorzugung großer Agrarbetriebe hin zu mehr Förderung lebenswerter ländlicher Räume und der Honorierung öffentlicher Leistungen der Landwirtschaft wie Arten-, Umwelt-, Klima- und Tierschutz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vor allem kann Europa noch viel mehr für die Junglandwirt*innen und Existenzgründungen in der Brandenburger Land- und Lebensmittelwirtschaft tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Abkehr der pauschalen Direktzahlung pro Hektar im Rahmen der 1. Säule der GAP: Einführung einer Kappungsgrenze in Abhängigkeit von Arbeitsplätzen, degressive Ausgestaltung der Direktzahlungen und Förderung der ersten Hektare zur besseren Unterstützung kleiner und mittlerer Betriebe sowie für gerechtere Zahlungsverteilung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Stärkung und Erhöhung der 2. Säule: In Zukunft sollen alle GAP-Zahlungen verstärkt an landwirtschaftliche Betriebe gehen, die in den Bereichen des Umwelt-, Natur, Klima- und Tierschutzes nachweislich gesellschaftliche Leistungen erbringen. Die Zahlungen sollen nicht nur eine Ausgleichs-, sondern auch eine Anreizkomponente für umwelt-, natur-, klima- und tiergerechtes Wirtschaften enthalten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Stärkung der Förderung von Junglandwirt*innen und Existenzgründer*innen: Erhöhung der Förderungen für die ersten Hektare, Ausbau der bestehenden Junglandwirte-Förderung auf über 2% aller Direktzahlungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einrichtung eines europäischen Existenzgründer*innenprogramm mit fachlicher Beratung und Begleitung in den ersten Jahren der Betriebsgründung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Stärkere Förderung des Aufbaus regionaler Wertschöpfungsketten im Bereich der Land- und Lebensmittelwirtschaft, um die regionale Nachfrage nach Qualitätsprodukten zu bedienen und Arbeitsplätze und Einkommen im ländlichen Raum zu generieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Europa im Brandenburger Alltag erlebbar machen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">1. Mehr Europa in den Kommunen – und die Kommunen europäisch stärken</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Europa spielt für die Brandenburger*innen eine immer stärkere Rolle, sowohl für die einzelnen Bürger*innen aber auch für Initiativen, Vereine, Kultur und Sport, für die kommunale Verwaltung und die Brandenburger Wirtschaft, vom Selbstständigen bis zum mittelständischen Unternehmen. Vor allem im Bereich der Europäischen Förderpolitik, aber auch bei Auswirkungen europäischer Richtlinien und Verordnungen ist oft europapolitische Kompetenz oder wenigstens der Zugang zu Informationen gefordert. Hier sehen wir Bündnisgrüne in Brandenburg noch immer Nachholbedarf, zu viele Möglichkeiten können nicht genutzt werden, zu viel Expertise ist oft am falschen Ort und manche Instrumente und Möglichkeiten sind überhaupt nicht bekannt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einrichtung von zentralen Anlaufstellen („one-stop-shops“) für Fragen rund um Europäische Politik und Förderung in allen Kreisstädten und Oberzentren mit entsprechenden Kompetenzen und Ansprechpartner*innen in zentral gelegenen Ladenlokalen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einrichtung einer Informations- und Kontaktstelle der Brandenburger Kommunen in Brüssel</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Etablierung eines regelmäßigen Newsletters für alle Brandenburger Kommunen zu europapolitisch relevanten Fragen und Ausschreibungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einrichtung eines europäischen Austauschprogramms für kommunale und regionale Mandatsträger*innenund Verwaltungsmitarbeiter*innen in Brandenburg (z.B. im Rahmen von Erasmus+)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Unterstützung der Kommunen bei der Etablierung von grenzüberschreitenden Organisationsformen im Rahmen des Europäischen Verbunds für Territoriale Zusammenarbeit (EVTZ)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">2. Brücken und Verbindungen herstellen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Durch Brandenburg führen wichtige paneuropäische Verkehrsachsen. Der Großraum Berlin-Brandenburg ist Ziel und Angelpunkt vielfältigen grenzüberschreitenden Verkehrs, vor allem auch mit Polen und den weiter östlich liegenden Ländern. Vor allem der kontinuierlich anwachsende Auto- und LKW-Verkehr zeigt dies deutlich. Das positive Beispiel des 2016 geschaffenen Kulturzugs zwischen Berlin und Wrocław hat eindrücklich bewiesen, dass für attraktive grenzüberschreitende Bahnverbindungen Bedarf besteht. Dennoch mangelt es an Zugverbindungen zwischen Brandenburg und Polen, an konkurrenzfähigen Schnellverkehrsverbindungen auf der Schiene zwischen Berlin und den polnischen Metropolen. Diese müssen auf den verschiedenen räumlichen Ebenen durch gemeinsame Verkehrsentwicklungskonzepte begleitet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verständigung funktioniert vor allem dort, wo sich Menschen begegnen können. Daher wollen wir grenzüberschreitende ÖPNV-Angebote weiter ausbauen. Trotz einiger Fortschritte gibt es aber noch immer viel zu tun. Dabei stellt ein attraktiver und faktisch gemeinsamer öffentlicher Personen- und Schienennahverkehr nicht nur eine wesentliche Aufwertung der Lebensqualität in Brandenburg und Polen dar, sondern er trägt auch gleichzeitig zu einer Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit in einer zusammenwachsenden Grenzregion bei. Vor allem jedoch kann damit eine spürbare Abnahme des motorisierten Individualverkehrs mit einer Abnahme an Lärm, Dreck und Schadstoffbelastung einhergehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Abbau bestehender Verbindungslücken in Grenzregionen durch forcierten Ausbau eines grenzüberschreitenden SPNV und ÖPNV zwischen Brandenburg und Polen, ggf. durch gemeinsame Finanzierungsmodelle mit den Nachbar-Wojewodschaften</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gesamtkonzept für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr inklusive der konsequenten Elektrifizierung aller grenzüberschreitenden Bahnstrecken</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sicherung und Ausbau des grenznahen ÖPNVs, konsequente Nutzung von Fördermöglichkeiten für direkte Bus- oder Straßenbahnlinien wie z.B. in Słubice/Frankfurt oder Gubin/Guben</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>bessere schienengebundene Einbindung des BER an Westpolen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>besseren und direkten Bahnverbindungen zwischen den Zentren zur Verkürzung der Fahrzeiten sowie die Schaffungzusätzlicher Angebote</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Fortführung des „Kulturzug“ Berlin-Wrocław</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zweigleisiger Ausbau der Bahnstrecken über Horka und nach Szczecin</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ausbau des gemeinsamen Ticket- und Tarifsystems und Prüfung einer Aufnahme von Szczecin und weiteren polnischen Grenzstädten in den VBB</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">3. Gute Nachbarschaft mit unseren polnischen Nachbarn</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trotz einer bewegten Geschichte, die lange genug durch Gegnerschaft und Ablehnung geprägt war, ist die Nachbarschaft von Polen und Deutschen immer stärker von einer Partnerschaft auf Augenhöhe geprägt und die Grenze verliert immer mehr ihren trennenden Charakter. Begegnungen finden an immer mehr Orten statt und sind Teil einer neuen Normalität geworden.<br>
Auch in Brandenburg zeigt sich: Europa wächst (auch) von unten zusammen. Es gibt viele positive Entwicklungen: Menschen in den Grenzregionen wohnen immer öfter auf der jeweils anderen Seite. Täglich pendeln mittlerweile mehr als 1600 Pol*innen nach Ost-Brandenburg und mehr als 2100 Pol*innen nach Berlin und die Zahlen steigen stetig an. Polinnen und Polen sind die mit Abstand häufigsten Ehepartner*innen in binationalen Ehen. Vor Ort arbeiten Vereine und Verbände zusammen. Es entstehen immer mehr grenzüberschreitende Initiativen, wie „Słubfurt“ in Frankfurt (Oder) und Słubice. Daher wollen wir gerade jetzt die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen brandenburgischen und polnischen Bürger*innen, Verbänden und Institutionen noch mehr intensivieren. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Sprache. Hier zeigt sich, dass es weiterhin ein großes Ungleichgewicht gibt, denn nur wenige Deutsche lernen polnisch oder haben überhaupt die Möglichkeit dazu.<br>
Die Gemeinschaftsinitiative INTERREG hat für uns Bündnisgrüne in Brandenburg aufgrund der langen gemeinsamen Grenze mit Polen eine besondere Bedeutung, da wir hier einen klaren europäischen Mehrwert erkennen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Weitere Intensivierung des Brandenburgisch-polnischen Austauschs insbesondere bei Städte- und Gemeindepartnerschaften</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Unterstützung von Maßnahmen zur Förderung des Erlernens der Nachbarsprache von der Kita bis zur Erwachsenenbildung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Förderung von Polnischunterrichts an Brandenburger Schulen sowie Unterstützung der Gründung von deutsch-polnischen Schulen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Förderung Brandenburgisch-Polnischer Film- und Serienproduktionen, z.B. im Rahmen des Medienboards</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Idee der friedlichen Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil, noch unter dem Unmittelbaren Eindruck von Krieg, nationalsozialistischem Terror und Holocaust stellte einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit dar. Dieses große Wagnis hat sich für alle Europäer*innen gelohnt, insbesondere auch für die Menschen in Brandenburg. Nur die europäische Einigung ermöglichte die politischen Rahmenbedingungen, unter denen die Teilung Deutschlands überwunden werden konnte. Durch die EU-Osterweiterung 2004 ist Brandenburg von der Peripherie in die wirtschaftliche und gesellschaftliche Mitte des Kontinents gerückt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dennoch steht das Projekt Europa vor den wahrscheinlich größten Herausforderungen in seiner Geschichte. Ein großes Mitgliedsland, Großbritannien, hat sich entschlossen, die Europäische Union zu verlassen. Wir Bündnisgrüne in Brandenburg bedauern dies zutiefst, weil wir überzeugt sind, dass Europa den Herausforderungen von Globalisierung sowie technologischem und sozialem Wandel nur gemeinsam erfolgreich begegnen kann. Umso schmerzhafter ist es, dass es gerade diese Herausforderungen waren, die viele Brit*innen dazu bewogen haben könnten, dem politischen Projekt Europa ihr Vertrauen zu entziehen. Die Voraussetzungen für eine Gesellschaft, die allen Menschen Freiheit sowie Perspektiven für Wohlstand und Entfaltung ihrer Persönlichkeit auch im einundzwanzigsten Jahrhundert garantiert, kann nur auf europäischer Ebene und durch die demokratische Zusammenarbeit aller Europäer*innen geschaffen werden. Dies bedeutet für uns, dass das Projekt Europa neuen Schwung bekommen muss und wesentliche Schritte unternommen werden müssen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir wollen ein demokratisches und soziales Europa für alle, in dem nicht Lobyist*innen und ungewählte Bürokrat*innen, sondern demokratische Institutionen und alle Europäer*innen über die Angelegenheiten der Europäischen Union entscheiden, ein Europa, in dem sich alle Bürger*innen gleichermaßen Gehör verschaffen können und politische Partizipation auf europäischer Ebene allen Menschen gleichermaßen offensteht. Aus unserer Sicht sind einem demokratischen Europa für Alle die Interessen Brandenburgs am besten gewahrt. Ein Europa der Bürger*innen ist ein Europa, in dem regionale Belange beachtet werden und sich die Politik nicht auf die Angelegenheiten von wenigen Metropolen konzentriert. Für die Zukunft Brandenburgs sind viele politische Fragen besonders wichtig, die bereits heute auf europäischer Ebene entscheiden oder gelenkt werden: Wie schaffen wir den ökologischen Umbau unserer Landwirtschaft, den Ausstieg aus fossilen Energieträgern und den damit verbundenen Strukturwandel in Bergbauregionen? Wie muss die europäische Verkehrsinfrastruktur der Zukunft beschaffen sein? Wie kann Europa noch mehr vor Ort erfahrbar werden und wie können sich die Kommunen noch mehr einbringen? Dies sind Herausforderungen für Brandenburg und Europa zugleich, die auf europäischer Ebene, aber mit prägender Mitarbeit aus Brandenburg beantwortet werden müssen. Viele Regionen in Europa erleben bei Demografie und wirtschaftlichen Strukturen ähnliche Veränderungen wie Brandenburg. Brandenburg hat viele Transformationen bereits erfolgreich gemeistert. Hier können wir unsere Erfahrungen in Europa einbringen. Bei den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft setzen wir auf europäische Kooperationen und Erfahrungsaustausch. Brandenburg braucht Europa und Europa braucht Brandenburg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Gleichwertige Lebensverhältnisse fördern </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nach dem Beitritt der neuen Länder wurden zahlreiche Projekte in Brandenburg aus den Struktur- und Kohäsionsfonds gefördert, seit 1991 bis 2020 werden voraussichtlich allein durch EFRE fast 5,5 Mrd. € im Land Brandenburg ausgereicht worden sein. Das erfolgreiche Wachstum in Brandenburg sowie der statistische Effekt durch den Brexit, das Absenken des EU-Bruttosozialprodukt-Durchschnitts führt zur Förderperiode nach 2021 vermutlich zu der Situation, dass Brandenburg unter die entwickelten, also reicheren Regionen Europas fällt. Neben der Stärkung von Demokratie und Mitbestimmung in allen Bereichen gilt es in Brandenburg insbesondere auf die demographischen Herausforderungen einzugehen. Natürlich müssen neben Forschung und Bildung auch die Digitalisierung sowie die Ansiedelung und der Ausbau von KMU vorangetrieben werden. Für uns Bündnisgrüne ist die Europäische Regional- und Förderpolitik mehr als reine Wirtschaftsförderung und muss politisch kontrollier- und planbar bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Strukturwandel im Energiesektor unterstützen und nicht bremsen.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Stromgewinnung aus Braunkohle ist dabei der größte Einzelemittent von Kohlendioxid in der gesamten Europäischen Union. Genauso wie in Brandenburg führt der Abbau von Kohle in Tagebauen zu großflächigen Zerstörungen uralter Kulturlandschaften und nachhaltiger Schäden an Umwelt und Natur. Der Kohleabbau und die Verstromung führen in allen Kohleregionen Europas ähnlich wie in Brandenburg zu industrialisierter Monokultur, bei denen ganze Landstriche von einzelnen Kohlekonzernen abhängig sind und eine alternative und nachhaltige Wirtschaftsstruktur undenkbar scheint. Die notwendige Vorbereitung des unvermeidlichen Strukturwandels wird wie in Brandenburg seit Jahrzehnten blockiert und alternative Szenarien ausgebremst. Die aktuelle Bergbauabfallrichtlinie hat entscheidend dafür gesorgt, dass die Lagerung und der Umgang mit Bergbauabfällen europaweit sicherer und umweltbewusster erfolgt. Leider sind Tagebaue, insbesondere auch die Braunkohleminen in der Lausitz, davon aktuell ausgenommen. Dadurch greifen viele fortschrittliche und wirkungsvolle Maßstäbe nicht in Brandenburg, so z.B. bei der Frage der finanziellen Absicherung der Renaturierungskosten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Die Europäische Agrarpolitik an Brandenburger Bedürfnisse anpassen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So werden seit 2003 rund 70 Prozent der EU-Agrarsubventionen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), also rund 40 Milliarden, über die so genannte 1. Säule als pauschale Flächenprämie an die Betriebe ausgeschüttet. Der Mehrheit der europäischen Landwirte sichern sie zwar offiziell rund die Hälfte des Betriebseinkommens, wanden im aktuellen Wirtschaftssystem letztlich jedoch nur zu den Landbesitzern und belohnen fast ohne direkte Gestaltungswirkung mit der Gießkanne den Besitz von Land. So erhalten rund 20% der Betriebe erhalten etwa 80 % der europäischen Fördergelder der GAP. Zugleich ist die Zweite Säule für die Stärkung von Agrarumwelt und den ländlichen Räumen mit rund 30% der GAP-Subventionen stark unterfinanziert und kann ihr Potential und damit die gewünschte Wirkung im Umweltbereich, nicht ausreichend ausschöpfen. Es istan der Zeit, die GAP nach 2020 inhaltlich dahingehend weiterzuentwickeln, dass sie endlich ein Gleichgewicht zwischen der Unterstützung der Landwirtschaft, der ländlichen Entwicklung und den Umweltleistungen der Landwirtschaft garantiert: entsprechend unserem Leitbild einer bäuerlichen europäischen Landwirtschaft, die in ihrer regionalen Vielfalt und Unterschiedlichkeit prägend für das soziale und kulturelle Landleben ist und die Attraktivität einer Region entscheidend beeinflusst. Eine Neuausrichtung der GAP bietet für Brandenburg die Chance zu einem Kurswechsel hin zu einer nachhaltigen und regional verankerten Landwirtschaft, die attraktive Dörfer mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten als Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum ermöglicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Mehr Europa in den Kommunen – und die Kommunen europäisch stärken</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch wenn diese bereits an einigen Stellen existiert - so z.B. bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg oder den Kontaktpersonen der Brandenburger Kreisverwaltungen - so ist dies segmentiert und teils schwer zugänglich. Um als Ansprechpartner*in für Fragen von Verwaltung, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft zu vielen Europathemen, insbesondere hinsichtlich der EU-Förderungspolitik, zu fungieren und damit für Anfragen leichter zugänglich zu sein, aber gleichzeitig auch Voraussetzungen für Synergien zu schaffen ist es notwendig, einheitlich Geschäftsstellen in jeder Kreisstadt/Mittelzentrum zu schaffen. Hier sollen Europapolitische Kompetenzen, insbesondere zu EU-Förderungen und Ausschreibungen zusammengeführt werden. Um Zugangshürden zu senken, aber auch um die Europäische Union deutlicher sichtbar zu machen, müssen diese Anlaufstellen in zentraler Lage, möglichst in einem Ladenlokal, mit ansprechendem Auftritt ausgestaltet sein um so auch als EU-Informationsstelle dienen zu können. Die Bayerischen und Sächsischen Kommunen haben mit einem Informations- und Kontaktbüro in Brüssel einen direkten Draht zwischen Kommunen und den EU-Institutionen geschaffen, die in einem wöchentlichen Rundbrief mit den entscheidenden Hinweisen auf Ausschreibungen, politischen Initiativen und konkreten Auswirkungen Europäischer Politik auf Kommunen kompetent informieren. Dies wäre auch für Brandenburger Kommunen von unschätzbarem Nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Gute Nachbarschaft mit unseren polnischen Nachbarn</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die polnisch-deutsche Geschichte ist geprägt durch Konflikte, Krisen, Besetzungen und Kriege. Trotz dieser schrecklichen Vergangenheit ist es Deutschland und Polen gelungen, den Ausgleich zu finden und in eine neue Phase des konstruktiven Miteinanders zu treten. Seit der politischen Wende in Polen und der DDR, noch mehr jedoch seit der Aufnahme Polens in die EU ist aus dem deutsch-polnischen Verhältnis sowie aus der Brandenburgisch-polnischen Zusammenarbeit ein echtes Miteinander und eine konstruktive Nachbarschaft geworden. Auch wenn sich die polnische Nationalregierung unter der Partei PiS sich anscheinend verabschiedet, die Menschen finden zueinander und leben in einem gemeinsamen Europa. Aber die Menschen in Brandenburg und Polen müssen auch noch weiter kulturell zusammenwachsen. Die Erfahrungen aus der deutsch-französischen Freundschaft nach dem Zweiten Weltkrieg hat gezeigt, dass der Austausch und das Miteinander sowohl finanziell als auch strukturell gefördert werden muss, ob durch Schüleraustausch, Städtepartnerschaften oder sogar einen gemeinsamen Fernsehkanal. Wo Verständigung im Europäischen Rat an nationalen Politiken scheitert, können immer wieder Kooperationen auf kommunaler Ebene für Fortschritt sorgen. Daher fordern wir die bestehenden Städtepartnerschaften wie zwischen Potsdam und Opole oder Lübbenau und Pniewy zu stärken und ermutigen die Städte und Kommunen in Brandenburg, neue Städtepartnerschaften zu begründen. In den &quot;Doppelstädten&quot; Frankfurt (Oder)/ Slubice und Guben/ Gubin ist der Austausch im wahrsten Wortsinne Alltag: Menschen wohnen auf der einen und arbeiten auf der anderen Seite. Hier wie auch in anderen Grenzregionen wollen wir die Kommunen unterstützen und bestärken, sich durch attraktive öffentlichen Angebote und Dienstleistungen zu einem funktionierenden und lebenswerten Wirtschaftsraum zu entwickeln. Das deutsch-polnische Verbraucherinformationszentrum (VIZ) muss erhalten und die länderübergreifende polnisch-sprachige Beratung sollen sogar noch ausgebaut und insbesondere auch durch ein zweisprachiges Online-Angebot ergänzt werden. INTERREG bietet aufgrund seiner Konstruktion und seiner Aufgabe ein großes Potential und dient nachhaltig der Brandenburgisch-Polnischen Zusammenarbeit. Dies gilt es zu stärken und auszubauen.</p></div></div><h2>PDF Datei </h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 28 Jan 2019 13:24:32 +0100</pubDate>
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                        <title>V8: Mindestsatz für Tageseltern jetzt!</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Mindestsatz_fuer_Tageseltern_jetzt-61825</link>
                        <author>GRÜNE JUGEND Brandenburg (beschlossen am: 18.03.2018)</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Mindestsatz_fuer_Tageseltern_jetzt-61825</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kindertagespflegepersonen, die gemeinhin als Tagesmütter und -väter bezeichnet werden, nehmen in unserer Gesellschaft eine enorm wichtige Rolle ein. Sie sind eine Anlaufstelle für Eltern, denen es in Brandenburger Kitas an Qualität mangelt, die flexiblere Betreuungszeiten benötigen, als es die Kitas in der Umgebung zu bieten haben, die sich ein familiäreres Umfeld für ihr Kind wünschen oder schlichtweg keinen Kitaplatz in der Nähe finden. Aber ausgerechnet sie erhalten für ihre Arbeit einen mitunter nicht einmal mehr existenzsichernden Lohn. Denn die Vergütung erfolgt pro Kind und Stunde von der Kommune, und die fällt je nach Region sehr unterschiedlich aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um diesem Problem entgegenzuwirken, fordert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Brandenburg einen Mindestsatz für die Vergütung von Kindertagespflegepersonen im Land Brandenburg in Höhe von mindestens 2,70 €. Die exakte Höhe des Mindestsatzes muss regelmäßig geprüft werden und je nach Reallohnniveauveränderung angepasst werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vor allem aber muss die rot-rote Landesregierung Kindertagespflege bei jedweder Kitagesetzreform immer als eine andere legitime Bildungsform neben den Kitas mitdenken. Denn Kindertagespflege bietet nicht nur eine alternative Möglichkeit guter frühkindlicher Bildung in kleinerem Umfeld, sie bietet auch flexiblere Betreuungszeiten und Chancen für wohnortnahe Betreuung, gerade in den ländlichen Räumen. Daher erkennt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Brandenburg ihren wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit und zu einem modernen und flexiblen Familienleben überall in der Mark an.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Diskurs um die Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung wird die Situation der Tagespflege in Brandenburg bisher gravierend außer Acht gelassen. Um aber der immer schwieriger werdenden Kitaplatzsuche zu entkommen und das Kind im familiären Umfeld behütet zu wissen, schauen sich immer mehr Eltern nachvollziehbar nach Alternativen zur Kita um. Dabei kann die Betreuung von wenigen Kindern zu Hause gerade in einem Flächenland gleich auf mehrere Arten entlastend für Familien sein. Wenn die nächste Kita weit weg ist, verkürzt es den morgendlichen Weg der Kinder – und den Stress der Eltern – enorm, wenn es im Nachbardorf eine Tagespflegeperson gibt. Aber diese werfen immer häufiger das Handtuch. Und der Nachschub ist spärlich. In den letzten sieben Jahren hat sich die Zahl in Brandenburg von 1000 auf 800 verringert. Das liegt gerade auch an der oft katastrophalen Bezahlung der Kommunen. Sie schwankt regional stark: so verdient ein Tagesvater in Cottbus nur 0,61 € pro Kind und Stunde, während eine Tagesmutter in Potsdam-Mittelmark immerhin 1,96 € erhält. Bei einem empfohlenen Betreuungsschlüssel von 1:3 bei unter Dreijährigen kann das dann mit der Bezahlung ganz schön eng werden, auch wenn es noch weitere Leistungen gibt, beispielsweise für die Verpflegung der Kinder. Die Forderung nach 2,70 € stammt von einer Kindertagespflegeperson, die in Wuppertal für einen Mindestsatz in dieser Höhe klagte. Thüringen führte nun schon einen Satz von 2,53 € ein und gilt damit bundesweit als Vorreiter. Mit einem Mindestsatz kann man eine existenzsichernde Bezahlung von Tagespflegepersonen schaffen und gleichzeitig eine alternative Form der frühkindlichen Bildung stärken, die Chancen für alle Regionen Brandenburgs bietet.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 24 Mar 2018 00:41:00 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V7: Drahteseln Futter und Fläche geben!</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Drahteseln_Futter_und_Flaeche_geben-44355</link>
                        <author>GRÜNE JUGEND Brandenburg (beschlossen am: 18.03.2018)</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Drahteseln_Futter_und_Flaeche_geben-44355</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als zweitstärkster Verursacher von CO2-Emissionen ist der Verkehr eine entscheidende Stellschraube im Kampf gegen die Klimakrise. Die Treibhausgase, welche durch den Personentransport entstehen, lassen sich nur radikal reduzieren, wenn emissionsfreie Verkehrsmittel wie das Fahrrad an Zulauf gewinnen. Gute Radinfrastruktur ist somit eine zentrale Grundlage für die Reduzierung der Verkehrsemissionen. Gleichzeitig ist Radinfrastruktur der Schlüssel zu mehr Lebensqualität und Flexibilität für alle Menschen in Brandenburg, denn die Fortbewegung mit dem Fahrrad ist vergleichsweise günstig, gesundheitsfördernd, individuell und für alle Altersgruppen attraktiv.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die im November 2017 vom brandenburgischen Infrastrukturministerium ausgearbeitete „Radverkehrsstrategie 2030“ beinhaltet vereinzelt gute Vorstöße wie die Einführung des Amtes einer*eines Radverkehrsbeauftragen, dennoch handelt es sich mehr um eine aktuelle Bestandsaufnahme als um eine Strategie. Das erklärte Ziel der Landesregierung ist es, den Anteil von ÖPNV, Fuß- und Radverkehr am Gesamtverkehr bis 2030 auf über 50 Prozent zu erhöhen. Doch schon zum Zeitpunkt der letzten Erhebung im Jahr 2008 lag dieser bei 47 %. Wir werten dies als klares Bekenntnis zur verkehrspolitischen Ambitionslosigkeit seitens Rot-Rot.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mit allen Forderungen zur Verbesserung der Radinfrastruktur arbeiten wir auf einen grundlegenden Wandel der Radverkehrspolitik in Brandenburg hin, konkretisiert durch die folgenden Zielstellungen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das Fahrrad muss in Brandenburg endlich integraler Teil des Gesamtverkehrskonzeptes werden, darf nicht länger ein Nischendasein fristen und muss als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer wahrgenommen und akzeptiert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Alle Orte in Brandenburg sollen bequem mit der Kombination Zug und Fahrrad erreichbar sein. Es soll jederorts möglich sein, kein Auto zu besitzen - ohne unverhältnismäßig längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen zu müssen, sodass die Lebensqualität darunter leidet.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der Anteil von ÖPNV, Fuß- und Radverkehr am Gesamtverkehr soll bis 2030 auf zwei Drittel erhöht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Brandenburg soll seinen Status als eine der beliebtesten bundesdeutschen Fahrradregionen, der maßgeblich zur touristischen Attraktivität beiträgt, nicht verlieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Auf dem Weg, diese Ziele zu erreichen, ist ein breites Spektrum an Maßnahmen von essentieller Bedeutung. Dies ist unser bündnisgrünes „Forderungspaket Radverkehr“:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Dass keines der 6 Referate der Verkehrsabteilung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung primär zuständig für den Erhalt und Ausbau des Radwegenetzes ist, sagt vieles über den derzeitigen Stellenwert des Radverkehrs bei der Landesregierung aus. Radinfrastruktur darf nicht länger als lästiges Anhängsel des Straßenverkehrswesens betrachtet werden. Es soll daher ein Radverkehrsreferat im Infrastrukturministerium geschaffen werden, das eine institutionelle Stärkung einer fahrradfreundlichen Interessenvertretung innerhalb Brandenburgs garantieren soll. Nur so können genügend Kapazitäten geschaffen werden, um den Interessen der Radfahrer*innen mindestens genauso sehr nachgehen zu können wie denen der Autofahrer*innen. Das Referat soll eine ambitionierte fahrradpolitische Agenda des Landes koordinierend umsetzen und dabei mit einem Monitoring-Programm begleiten. Im Zeichen einer zielgerichteten Arbeit darf die Zuständigkeit für das Thema außerdem nicht weiter in drei unterschiedlichen Ministerien liegen, deren interministerielle Arbeitsgruppe bisher nicht zur Stärkung des Radverkehrs beigetragen hat. Stattdessen muss es klare Verantwortliche geben, besonders in finanziellen Angelegenheiten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das Radverkehrsrefarat des Infrastrukturministeriums soll sich eines umfassenden Radmobilitäts-Monitoring-Programmes des Landes annehmen und dieses perspektivisch zusammen mit dem Land Berlin koordinieren. Ein solches Monitoring wäre zentrales Sicherungsinstrument für die fahrradpolitische Agenda und könnte durch obligatorische Routine-Bestandsaufnahmen der Verschleppung von Vorhaben und möglicher Intransparenz vorbeugen. Außerdem könnte es wertvolles Kommunikationsmittel sein, um zum einen verkehrspolitische Zusammenhänge zu abstrahieren, wie beispielsweise die Effekte auf die generelle Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs und zum anderen sektorenbezogene Erfolge öffentlichkeitswirksamer transportieren zu können, als das bisher möglich ist. Die Prozesse im Zeichen der Radverkehrswende sollen transparent und die damit einhergehende unmittelbaren Veränderungen und Verbesserungen greifbar werden. Indes ließe ein solches Monitoring natürlich auch dynamische und zeitnahe Neu- und, falls notwendig, Nach-Justierungen durch eine Evaluation seiner selbst und der Verkehrspolitik Brandenburgs im Generellen zu.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die massive Investitionslücke im Radverkehrssektor muss unbedingt zeitnah geschlossen werden! Der Investitionsbedarf für die Wiederinstandsetzung und Sanierung von teilweise weit über 15 Jahre alten Radwegen mit Sturzgefahr und weiteren Problemen ist unverändert hoch. Trotz eines klaren Attests des Landesrechnungshofes von 2012 drittelte Rot-Rot die ohnehin knappen Mittel, sodass der Investitionsstau sich auf nunmehr über 35 Millionen Euro summiert hat, die es dringend braucht, um die existierende Infrastruktur zu retten. Wir können es uns neben der noch ungenügenden Radinfrastruktur keinesfalls leisten, auch noch alte, teils sehr frequentierte Strecken verfallen zu lassen und die Situation damit noch zu verschärfen. Sinnvolles und fortschrittliches Investieren in Brandenburg bedeutet, auch an die Radinfrastruktur zu denken!</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bessere Kofinanzierung: Eine Mindestförderung aller Radverkehrsprojekte könnte den Ausbau des Radwegenetzes erheblich beschleunigen. Wir fordern: Landkreise, Städte und Gemeinden sollen die Kosten all ihrer Bauvorhaben zur Verbesserung der Radinfrastruktur maximal zu 25 % selbst tragen. Soweit dies nicht bereits durch Bundesmittel oder europäische Fonds geschieht, sollen die übrigen 75 % aus Landesmitteln finanziert werden. Hierfür benötigte Gelder können unter anderem durch eine Umschichtung aus dem Straßenbau freigesetzt werden. Insgesamt soll eine durchschnittliche Förderquote von 80 % für alle Radinfrastrukturmaßnahmen angestrebt werden, denn im besonderen Maße notwendige Projekte sollen mit deutlich mehr als der geforderten Mindestförderung bezuschusst werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Radverkehr darf auf keinen Fall nur für kurze Wege in Betracht gezogen werden - nicht zuletzt, da die Nutzung von E-Bikes kontinuierlich ansteigt. Gute Radinfrastruktur muss es ermöglichen, Strecken bis zu 10 Kilometer und darüber hinaus bequem mit dem Rad zurückzulegen – auch im Alltag. Von besonderer Bedeutung sind überregionale Radwege, welche naheliegende Dörfer und Städte verbinden und den Radfahrer*innen eine schnelle und hindernisfreie Fahrt garantieren. Radschnellwege zwischen allen benachbarten Orten sollten ein zentrales Anliegen des Landes Brandenburg sein! Der Ausbau solcher Wege ist essenziell, um den Radverkehr gegenüber dem Autoverkehr konkurrenzfähig zu machen und soll schnellstmöglich im größtmöglichen Ausmaß erfolgen. So sollen bis 2025 zwischen allen Städten mit mehr als 12.000 Einwohner*innen, die (Luftlinie) weniger als 15 km voneinander entfernt liegen, breitspurige Radschnellwege existieren. Außerhalb des Berliner Umlands betrifft dies die folgenden Städtepaare: Lübben-Lübbenau, Senftenberg-Lauchhammer, Wittenberge-Perleberg, Luckenwalde-Jüterbog. Zumeist handelt es sich hierbei um Städte, welche durch Landesstraßen miteinander verbunden sind. Dies sichert Handlungsspielraum der Landesebene bei der Umsetzung der Radschnellwege. Des Weiteren soll jeder Ort mit mehr als 1000 Einwohner*innen nicht nur durch eine Straße, sondern zusätzlich durch einen Radweg angebunden sein. An vielbefahrenen Straßen soll dieser baulich getrennt sein. Da viele dieser Radwege an Kreisstraßen entlanggeführt werden können, soll eine Plattform für verbesserten Dialog zwischen benachbarten Kommunen und Landkreisen geschaffen werden, um die Planung zu erleichtern und gut abzustimmen. Neu gebaute Radwege dürfen nicht abrupt an einer Kreisgrenze enden, weil vom Nachbarkreis erst mit Zeitverzögerung weitergebaut werden soll. Außerdem soll das Landesinfrastrukturministerium gezielt auf Kommunen und Landkreise zugehen, wenn Potentiale für bessere Radanbindungen bestehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die vom Land Berlin geplanten Radschnellwege aus dem Berliner Stadtzentrum bis zum Stadtrand sollen vom Land Brandenburg bis in das äußere Berliner Umland verlängert werden. So kann das hohe Verkehrsaufkommen zwischen dem Berliner Umland und der Stadt Berlin zum Teil auf Radwege verlagert werden. Zudem würde die Anbindung zwischen den Orten des Vorortgürtels verbessert. Hierfür ist es jedoch ebenso wichtig, zusätzlich zum radialen Radwegenetz einen Radschnellweg zu schaffen, der als Außenring die Berliner Vororte miteinander verbindet.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das Land Brandenburg soll auf Basis der Arbeit seines Radverkehrreferates Leitlinien für sichere und moderne Radinfrastruktur festlegen, an denen sich Kommunen und Landkreise orientieren sollen. Das Infrastrukturministerium soll anhand dieser Leitlinien weitere Prämien für besonders fortschrittliche Stadtplanung vergeben und damit nachhaltige und inklusive Konzepte würdigen. Zu den Leitlinien sollen gehören:</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>„Protected Bike Lanes“: Klare bauliche Trennung von Radweg und Straße (z.B. durch Poller oder Bordstein)</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Fahrradstraßen bzw. breite Fahrradspuren an großen Straßen</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Priorität für Radwege: Ist der Platz neben einer Straße begrenzt, sollen Radwege Vorrang vor Parkplätzen haben.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Grüne Welle für Radfahrer*innen</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>Sichere Kreuzungen nach dem Modell des Stadtplaners Nick Falbo mit vorgelagerten Haltelinien und schützenden Verkehrsinseln vor allen Ecken</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>flächendeckende Luftpump-, Lade-, Leih- und Abstellinfrastruktur</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li>Sichere Lösungen für Kreisverkehre</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li>Asphaltierte Fahrradstreifen auf Kopfsteinpflasterstraßen</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li>Innerorts Tempo 30</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Luftpump-, Lade-, Leih- und Abstellinfrastruktur in der Nähe von Bahnhöfen, Schulen, Arbeitsplätzen und anderen oft von Fahrradfahrer*innen angefahrenen Orten muss ausgebaut, sowie ein besserer Schutz vor Diebstahl an solchen Orten gewährleistet und somit niedrigeschwelligere Fahrradnutzung ermöglicht werden. Eine Studie des BMVI aus dem Jahr 2015 ergab, dass für 52% der Befragten sichere Fahrradabstellplätze und für 23% weitergehende Reparaturmöglichkeit Anreize zum Fahrradfahren seien. Es besteht also Potenzial, das genutzt werden muss.
<ul><li>Besonders an Schulen und Bahnhöfen stehen Fahrräder häufig unsicher – hier erfordert es Investitionen in Fahrradabstellanlagen, die schonender für das Fahrrad sind, mehr Sicherheit vor Diebstahl gewährleisten und das Prüfsiegel „ADFC-empfohlene Qualität&quot; besitzen. Sie sollen die simplen Vorderradhalter ersetzen. Zu diesen besseren Alternativen gehören Anlehnbügel, Fahrradboxen, Fahrradparkhäuser oder zweistöckige Abstellsysteme wie am Bahnhof Charlottenhof in Potsdam.</li><li>Ladestationen für elektrisch unterstütze Fahrräder sollen zur Grundausstattung eines jeden Arbeitsplatzes gehören. Alle Landesämter und -ministerien sowie der Landtag sollen diesbezüglich mit gutem Beispiel vorangehen.</li><li>Wichtige Stellschrauben für ein vermehrtes Nutzen von Fahrradleihsystemen sind die Erhöhung der Ausleihstationendichte (gerade an zentralen Umstiegsorten), hochwertige und ansprechend gestaltete Leihräder, leicht verfügbare Informationen, einfache Ausleihprozesse, ein gut erreichbarer Kundendienst, funktionelle Smartphone-Applikationen, sowie kostenlose Nutzungsmöglichkeiten für Studierende, Auszubildende, Schüler*innen und Sozialhilfeempfänger*innen, wie sie durch Nextbike-Kooperationen mit (Fach-)Hochschulen teils schon existieren. Außerdem sollen Fahrradverleihsysteme möglichst schnell in die VBB-Tarife integriert werden, unter anderem um die bis an die Grenzen ihrer Kapazität gefüllten Zugabteile zur Fahrradmitnahme zu entlasten. Dies soll ebenso dazu beitragen, perspektivisch durch das Zusammenspiel tariflicher wie infrastruktureller Verbesserungen allen Brandenburger*innen die Kombination von Zug und Rad ohne Mehrkosten ermöglichen zu können.</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Touristisch gesehen ist Brandenburg schon lange ein Fahrradland - das ist gut, aber muss auch so bleiben! So wird der Marktanteil des Radtourismusses am gesamten Tourismus in Brandenburg als hoch eingeschätzt. Ca. 26% der Urlauber*innen hierzulande nutzen während ihres Aufenthalts das Rad - oder sind sogar gleich gänzlich damit unterwegs. Jedoch ist der Radtourismus als eigenständiger Themenkomplex anzusehen und nicht in einen Topf zu werfen mit dem Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel. Denn im Alltag geht es mehr um Schnelligkeit und Praktikabilität als um die Schönheit. Nichtsdestotrotz sehen wir Bündnisgrüne es nicht nur als wirtschaftlich sinnvoll, sondern vor allem auch als ökologisch notwendig an, dass Fahrradurlaub attraktiv bleibt - und noch attraktiver wird! Als zwei der drängendsten Stellschrauben sehen wir zum einen eine erneute Evaluation mit Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des Radtourismusses in Brandenburg, da die letzten dafür relevanten statistischen Daten von 2008 stammen. Zum anderen braucht es eine Offensive, um die schon existenten und die, durch die vorhergehenden Forderungen entstehenden, Radwege gründlich auf touristische Tauglichkeit zu prüfen und dadurch auch neue Tourismus-Routen zu erschließen. So kann Alltag mit Urlaub verbunden werden - und die Radwege erreichen maximale Effektivität und Nutzung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) soll ein Routenplaner entwickelt werden, der die besten Verbindungen für die Kombination &quot;Zug &amp; Fahrrad&quot; bzw. &quot;ÖPNV &amp; Fahrrad&quot; findet. Möglich wäre es beispielsweise, dies als zusätzliche Option im Routenplaner des VBB zu integrieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Um alle Ziele zur Verbesserung der Radinfrastruktur verbindlich zu machen, der Priorisierung von Radverkehr eine rechtliche Grundlage zu geben und ein stabiles Fundament für das Radmobilitäts-Monitoring zu schaffen, soll die nächste Landesregierung ein Gesetz zur Förderung des Radverkehrs in Brandenburg auf den Weg bringen, in welchem nach dem Vorbild des Berliner Radgesetzes Maßnahmen verpflichtend festgeschrieben werden. Unter anderem sollen feste Werte für zusätzlich benötigte Abstellmöglichkeiten sowie Radschnellwegkilometer mit zeitlicher Begrenzung für die Umsetzung enthalten sein. Auch die innerhalb eines Zeitraums auf die Tauglichkeit als Fahrradstraße zu prüfende Anzahl an Straßen soll gesetzlich verankert werden. Das Gesetz soll alle regionalen Unterschiede berücksichtigen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Um in Brandenburg und bundesweit sichere Fortbewegung mit dem Fahrrad gewährleisten zu können, soll die Brandenburgische Landesregierung die vom Berliner Senat geplante Bundesratsinitiative unterstützen, welche die bundespolitischen Rahmenbedingung für Verkehrssicherheit auf den neuesten Stand bringen soll. Moderne Abbiegeassistenten in allen LKWs und angemessene Strafen für Raser*innen sind essenzieller Bestandteil unserer verkehrspolitischen Ziele. Außerdem soll sich die Landesregierung im Bundesrat zukünftig gezielt für weitere bundesweite fahrradpolitische Initiativen einsetzen und werben.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die ambitionslose Verkehrspolitik der rot-roten Landesregierung, welche dem Fahrrad als nachhaltigstes aller Verkehrsmittel keinerlei Bedeutung verleiht, ist weder umwelt- noch menschenfreundlich. Mit unseren Forderungen und Ideen arbeiten wir auf einen flotten Wandel der Radverkehrspolitik in Brandenburg hin, u.a. um (Hand in Hand mit den Inhalten des ÖV-Antrages) noch vor 2030 den Anteil des Umweltverbunds (Fuß, Rad, ÖPNV) am Gesamtverkehr auf zwei Drittel zu erhöhen!</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Mar 2018 22:00:34 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V6: Der Tierschutzplan war erst der Anfang - keine Massentierhaltung in Brandenburg</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Der_Tierschutzplan_war_erst_der_Anfang_-_keine_Massentierhaltung_in_Br-51747</link>
                        <author>Silvia Bender</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Der_Tierschutzplan_war_erst_der_Anfang_-_keine_Massentierhaltung_in_Br-51747</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit der Haltung von Nutztieren ist eine große ethische Verantwortung verbunden. Die durchrationalisierte Haltung in Tierfabriken ohne angemessene Rücksicht auf körperliche und seelische Grundbedürfnisse, nach Bewegung, Auslauf an der frischen Luft, Kontakt mit dem Muttertier, Streu etc. kann dieser Verantwortung aus unserer Sicht nicht gerecht werden. Deshalb setzen wir uns seit Langem für ein Ende der Massentierhaltung in Brandenburg ein. Dabei ringen wir vor allem mit der SPD, die unter Agrarminister Jörg Vogelsänger den Ausbau industrieller Tierhaltung gezielt vorantreibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>An unserer Seite wissen wir dagegen viele Brandenburgerinnen und Brandenburger, über 100.000 hatten 2016 ihre Stimme für das „Volksbegehren gegen Massentierhaltung“ abgegeben. Auch wegen der hohen Hürden der Volksgesetzgebung in Brandenburg hat das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg nach intensiven Verhandlungen einen Kompromiss mit der Landesregierung geschlossen. Dieser wurde im April 2016 vom Landtag angenommen. Seither drängen das Aktionsbündnis außerparlamentarisch und die bündnisgrüne Fraktion im Landtag auf konsequente Umsetzung des Kompromisses.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zwei Jahre später fällt die Zwischenbilanz gemischt aus:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>der Agrarminister unterstützt weiterhin unverdrossen die Agrarindustrie. Die Zahl der industriellen Tierplätze ist seit 2013 ununterbrochen gewachsen, die Ausbaupläne der Geflügelschlachthöfe in Königs Wusterhausen oder Storkow treiben dies noch voran</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>bis heute sind nicht einmal alle Forderungen des Kompromisses umgesetzt. Bauministerin Kathrin Schneider etwa weigert sich, mehr Mitsprache für die Kommunen bei der Genehmigung von Tierhaltungsanlagen auch nur zu prüfen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ein hauptamtlicher Tierschutzbeauftragter wurde eingesetzt, schweigt bisher aber öffentlich zu den immer wiederkehrenden Skandalen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>bei der Förderpolitik gab es nur minimale Verbesserungen, noch immer ist die Förderung riesiger Ställe mit öffentlichen Geldern möglich.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Kernstück des Kompromisses, der Tierschutzplan, wurde im Dezember 2017 vorgelegt. Dem gingen eine ganze Reihe von Blockade- und Verzögerungsmanövern der SPD sowie intensive Verhandlungen zwischen dem Aktionsbündnis und der Industrie voraus. Auch wenn wir den Tierschutzplan als Kompromiss des Kompromisses kritisch sehen – unser Dank und Respekt geht an alle, die hinter verschlossen Türen und gegen den Willen des SPD-Agrarministers für mehr Tier- und Umweltschutz verhandelt haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der nun vorgelegte Tierschutzplan enthält eine Vielzahl unterschiedlich konkreter Empfehlungen. Besonders mangelhaft ist er beim Schutz der Tiere mit den geringsten Haltungsstandards, den Puten. Das von uns geforderte Kupierverbot von Geflügelschnäbeln und Schweineschwänzen ist in schwacher Form enthalten. Eine deutliche Verbesserung der konventionellen Tierha1tung können dagegen die von uns geforderten und nun im Tierschutzplan auch enthaltenen „Demonstrationsbetriebe“ bringen. Insgesamt würde die konsequente Umsetzung dieses Tierschutzplans die Haltung für Millionen von Tieren deutlich verbessern - wir werden daher bei aller Kritik auf eine solche Umsetzung drängen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zugleich ist für uns klar: Der Tierschutzplan ist nur der Anfang. Auch wenn nicht alles in Brandenburg entschieden werden kann: Das was geht, wollen wir tun, um dem Ausbau der Massentierhaltung endlich zu stoppen. Dazu gehört:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>die Umsetzung der offenen Punkte aus dem Kompromiss zum Volksbegehren, etwa zum Baurecht oder zur Düngung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>die Einführung von Mitwirkungs- und Klagerechten für Tierschutzverbände (Verbandsklagerecht)</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>die Aufstockung des Personals in den Genehmigungsbehörden</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>die Stärkung des Brandschutzes in Tierställen, damit auch in der Rechtspraxis die Rettung von Tieren im Brandfall möglich ist</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>die weitere Umstellung der Förderpolitik: Öffentliche Gelder kann es nur noch für mehr Tierwohl und einen gesellschaftlichen Mehrwert geben, etwa für Weidehaltung, ökologische Tierhaltung oder alternative Formen wie die mobile Freilandhaltung und -Schlachtung. Die Gelder sind da, sie müssen nur umverteilt werden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>Unterstützung der Initiativen auf Bundesebene für die Einführung einer Fleischkennzeichnung, zur Antibiotikareduzierung und für eine ambitionierte Nutztierstrategie zum Umbau der Tierhaltung hin zu tiergerechten Haltungsformen in ganz Deutschland</li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wie gehen wir mit unseren Nutztieren um? Welche Art der Landwirtschaft wollen wir? Diese Fragen sind mit dem von uns unterstützten Volksbegehren gegen Massentierhaltung oben auf der politischen Agenda in Brandenburg angekommen. Die bisherigen Fortschritte, etwa gegen die Schweinemastanlage in Haßleben oder den Mega-Schlachthof von Wiesenhof in Königs Wusterhausen, machen Mut – zeigen aber auch, wie lang der Weg zu einer tiergerechten, ökologischen und fairen Landwirtschaftspolitik in Brandenburg noch ist. Für uns kann der Tierschutz nur der Anfang sein, der Anfang vom Ende der Massentierhaltung.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Mar 2018 21:55:33 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V5: Radwege für Schüler und Alltagsradler- Lücken im Netz schneller schließen</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Radwege_fuer_Schueler_und_Alltagsradler-_Luecken_im_Netz_schneller_schlie-184</link>
                        <author>KV Havelland (beschlossen am: 15.03.2018)</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Radwege_fuer_Schueler_und_Alltagsradler-_Luecken_im_Netz_schneller_schlie-184</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Land Brandenburg wurden seit 1990 in einem hohen Maß Fahrradwege gebaut. Dies erfolgte überwiegend unter touristischen Gesichtspunkten. Insbesondere außerhalb von Ortschaften wurde dabei oft nicht an Kinder und Jugendliche oder Arbeitspendler gedacht, die mit dem Fahrrad zur Schule, zur Arbeit oder zum nächstliegenden Bahnhof fahren wollen. Es entstand ein Radwegenetz mit vielen Lücken für Alltagsradfahrer. Mitunter sind die Lücken nur 0,5 bis 2 Kilometer lang, oft aber auch 5 bis 10 Kilometer.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit den 90 er Jahren hat der Autoverkehr in Brandenburg stark zugenommen. Die Straßen werden mit bis zu 100 Kilometer pro Stunde befahren, ein erweitertes Tempolimit ist häufig nicht vorgesehen. Dadurch ist die Sicherheit für Radfahrer, insbesondere für Schulkinder, nicht mehr gewährleistet, folglich werden diese Strecken von Alltagsradfahrern gemieden. Sind keine Alternativen vorhanden, durch Kopfsteinpflaster nicht befahrbar oder mit erheblichen Umwegen verbunden, können Schulkinder nicht zur Schule, Pendler*innen nicht zum Bahnhof oder Arbeitnehmer*innen nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hinzu kommt, dass viele der vor 20 Jahren gebauten Fahrradwege inzwischen in einem mangelhaften oder sogar sicherheitsgefährdenden Zustand sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern daher, dass das Land Brandenburg im Dialog mit den Bürgerinitiativen und sachkundigen Vereinen wie dem ADFC konsequent in allen Landkreisen die Wege von Schüler*innen hinsichtlich ihrer Eignung für Fahrradnutzung untersucht und feststellt, welche Fahrradwege als Schulwege noch fehlen oder saniert werden müssen. Daraufhin sollte eine Priorisierung erfolgen und ein Zeitplan für die zügige Realisierung dieser Vorhaben aufgestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Da viele Radwege an Kreisstraßen entlang geführt werden, muss diese Aufstellung in enger Abstimmung mit den Kreisen und Kommunen erfolgen. Neu gebaute Radwege dürfen nicht abrupt an einer Kreisgrenze enden, weil vom Nachbarkreis erst mit Zeitverzögerung weitergebaut werden soll. Gleiches ist an Übergängen zwischen Radwegen außerorts zu innerorts zu beobachten. Da unterschiedliche Bauträger am Werk sind, fehlen häufig Übergänge oder sind unzweckmäßig gestaltet. Diese unkoordinierte Praxis auf Kosten des nichtmotorisierten Verkehrs muss ein Ende haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es gibt einen breiten gesellschaftlichen Konsens, dass Radfahren im Alltag sowohl aus umweltpolitischen als auch aus gesundheitspolitischen Gründen attraktiver gestaltet werden muss. Daher müssen bei Bau und Erhaltung der Radwege insbesondere der Aspekt der Alltagstauglichkeit verstärkt werden und die geplanten Haushaltsmittel voll und ganz ausgeschöpft und wenn nötig weiter erhöht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn wir es erreichen, dass Schüler*innen sicher mit dem Rad zur Schule fahren können und für Pendler*innen Radfahren attraktiver wird, ist das neben einem gesundheitsfördernden Aspekt auch ein guter Beitrag zum Klimaschutz. In anderen Bundesländern, aber auch in Nachbarstaaten wie Niederlande und Dänemark sind fahrradfreundliche Verkehrskonzepte umgesetzt, die für eine Mehrheit der Bevölkerung in so hohem Maß attraktiv sind, dass fahrradfahrende Schüler*innen und Pendler*innen nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Das müssen wir in Brandenburg auch schaffen und dafür setzen wir uns mit ganzer Kraft ein.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Vor einigen Monaten haben wir im Kreisverband Havelland eine AG Radwege gegründet. Wir haben Lücken im Radwegenetz ausfindig gemacht und sammeln diese. Wir sprechen mit den Gremien wie SVV Falkensee und Landrat, wir stellen Anträge über die Einsetzung von Fahrradbeauftragten für Kommunen und im Kreis und beantragen die Mitgliedschaft in der Arbeisgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen (AGFK). Mit der Radverkehrsstrategie des Landes haben wir uns intensiv auseinandergesetzt. Wir begrüßen eienerseits, dass diese erarbeitet wurde, haben aber auf der anderen Seite viele Fragen und Anregungen insbesondere zur Alltagstauglichkeit des vorhandenen Radwegenetzes. Mit diesem Antrag wollen wir erreichen, dass wir uns auch als Landesverband dieses Themas gemeinschaftlich annehmen. Keiner der Anträge seit 2003 beschäftigt sich mit der Infrarstruktur des Radverkehrs, obwohl Radfahren ja eigentlich zur grünen DNA gehört. Das wollen wir mit diesem Antrag ändern.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Mar 2018 17:22:27 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>F2: Tagesordnung</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Tagesordnung-18325</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 19.03.2018)</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Tagesordnung-18325</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Neudelegiertentreffen ab 9:45 Uhr</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>10:30 Uhr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>TOP 1 Grußwort und Formalia</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Michael Luthardt, bündnisgrüner Kandidat zur Landratswahl Barnim</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>11:00 Uhr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>TOP 2 Politische Reden</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Clemens Rostock, Landesvorsitzender</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>11:30 Uhr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>TOP 3 Infrastruktur - &quot;Wir stellen die Weichen auf grün&quot;</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Anträge u.a. zu Mobilität, Gesundheit, Bodenpolitik</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>13:00 Uhr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mittagspause</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>14:00 Uhr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>TOP 4 Europa</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Votenvergabe zur Europaliste</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>14:30 Uhr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Top 5 Anträge Verschiedenes</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ende gegen 17 Uhr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(alle Zeitangaben ohne Gewähr)</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Mar 2018 17:22:18 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>F1: Gremienbesetzung</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Gremienbesetzung-28298</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 19.03.2018)</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Gremienbesetzung-28298</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesparteirat möge folgende Gremienbesetzung beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Präsidium</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Antje Töpfer (KV Havelland)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Danilo Zoschnik (Grüne Jugend)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Elke Rosch (KV Barnim)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Max Niehues (Grüne Jugend)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sahra Damus (KV Frankfurt Oder)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Till Heyer-Stuffer (KV Potsdam)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Antragskommission</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerhard Kalinka (KV Teltow-Fläming)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Marie Schäffer (KV Potsdam)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zählkommission</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Steffi Lehmann (Landesgeschäftsstelle)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ulli Reichardt (Landesgeschäftsstelle)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Venice Kurz (Landesgeschäftsstelle)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zoí Müller (Grüne Jugend)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mandatsprüfungskommission</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Anja Dannecker (Landesgeschäftsstelle)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Steffi Lehmann (Landesgeschäftsstelle)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Venice Kurz (Landesgeschäftsstelle)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Protokoll</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Anja Dannecker (Landesgeschäftsstelle)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ulli Reichardt (Landesgeschäftsstelle)</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Mar 2018 17:10:11 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>L1: Trendwende für den Öffentlichen Verkehr einleiten!</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Trendwende_fuer_den_Oeffentlichen_Verkehr_einleiten-32333</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 23.03.2018)</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Trendwende_fuer_den_Oeffentlichen_Verkehr_einleiten-32333</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit Jahren wird im Öffentlichen Verkehr nur zögerlich auf neue Entwicklungen reagiert. Gestiegene und steigende Fahrgastzahlen bei gleichzeitig reduziertem Leistungsangebot führen zu massiven Qualitätseinbußen. Gerade weil viele Verbesserungen nur durch zeitaufwendige Infrastruktur-anpassungen zu erreichen sind, gilt es eine langfristige Strategie zu etablieren. Wir wollen erreichen, dass der Anteil des Umweltverbundes an den zurückgelegten Wegen auf Zwei Drittel steigt. Dafür benötigen wir eine Trendwende im Öffentlichen Verkehr: Nicht mehr auf die aktuellen Zahlen und Prognosen schauen, sondern ein Angebot bereitstellen, das Nachfrage vom Motorisierten Individual-verkehr (MIV) abzieht, weil es überzeugt. Nicht nur die aktuellen Fahrgäste bedienen, sondern aktuelle Nicht-Nutzer*innen vom Umstieg überzeugen. Den Öffentlichen Verkehr nicht mehr als lästiges Beiwerk, sondern als Rückgrat des Personenverkehrs etablieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Regionalverkehr – das Rückgrat des ÖV</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für die Bestellungen des Regionalverkehrs erhält die Landesregierung zweckgebundene Zuweisungen – die sogenannten Regionalisierungsmittel. Die Landesregierung gibt diese jedoch teilweise zweckentfremdet aus und behält Mittel zurück. 2016 flossen von 481 Mio € lediglich knapp 325 Mio € in Leistungsbestellungen im Schienenpersonenverkehr. Das zeigt, wieviel Luft nach oben grundsätzlich noch da ist!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Regionalisierungsmittel müssen komplett für den Schienenpersonenverkehr genutzt werden. Der übrige ÖPNV ist aus Landesmitteln zu finanzieren. Sozialpolitische Maßnahmen, wie das Mobilitätsticket, sind aus dem Haushalt des Sozialministeriums zu finanzieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Verträge sind so zu gestalten, dass auch kurzfristige Anpassungen möglich sein müssen, wenn sich über den Gültigkeitszeitraum herausstellt, dass das Angebot nicht ausreichend ist.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Viele Mobilitätsströme in Brandenburg haben Berlin als Durchgangs-, Ausgangs- oder Zielpunkt. Deshalb fordern wir einen gemeinsamen Landesnahverkehrsplan (LNVP) für beide Länder.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern eine striktere Trennung zwischen Regionalbahnen und –Expressen. Da fahrende Züge ohne Bahnhalte wenig Sinn ergeben, sollen Regionalbahnen an allen Bahnhöfen an der Strecke halten. Das soll auch die nötige Verlässlichkeit von Haltepunkten herstellen. Regionalexpresse sollen dagegen nur an den größeren Bahnhöfen halten, um schnellere Verbindungen bieten zu können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Neben Regionalbahnen und –Expressen fordern wir die Einführung einer dritten Zugart, die Stadt- oder Metropolexpress heißen könnte. Sie soll im Berliner Umland an möglichst allen Haltepunkten, in Berlin dagegen nur an den Umsteigeknoten halten und damit im Umlandverkehr die Lücke zwischen der S-Bahn und dem Regionalverkehr schließen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Linienführung von Start- bzw. nach Endbahnhöfen sollte möglichst durchgebundene Linien ergeben, um Umstiege zu reduzieren. Hier sind die Möglichkeiten von Zugteilungen und –zusammenführungen - das sogenannte „Flügeln“ – zu nutzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bei der Vertaktung muss es Ziel sein, die Abstände zwischen den Zügen gleichgroß zu gestalten. An Wochentagen ist mindestens ein 1h-Takt zwischen 6 und 20 Uhr und ein 2h-Takt in den Tagesrandzeiten zu erreichen. Entsprechend dem Bedarf, gerade im berlinnahen Umland, muss der Takt teilweise noch dichter sein, z.B. über Linienüberlagerungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die S-Bahn soll im Tarifbereich C einen 10-Minutentakt anbieten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Landesweit ist das Konzept des Integrierten Taktfahrplans weiter zu entwickeln, um gute Anschlüsse zu gewährleisten. Brandenburg muss die Bestrebungen auf Bundesebene zur Erreichung eines Deutschlandtaktes unterstützen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>An bestehenden Strecken, wo Siedlungsentwicklung Sinn ergibt und dadurch an das Gesamtnetz angeschlossen werden kann, sind auch neue Bahnhalte einzurichten bzw. alte zu reaktivieren. Umgekehrt ist es Aufgabe der Landesplanung, die Siedlungsentwicklung entlang bestehender Schienenachsen zu lenken.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bei Baustellen am Schienennetz ist bei der Einrichtung von Schienenersatzverkehr darauf zu achten, dass dieser das vorhandene Fahrgastaufkommen aufnehmen kann.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Infrastruktur</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ohne Infrastrukturanpassungen ist an vielen Stellen eine Verbesserung des Leistungsangebots nicht möglich. Diese Anpassungen müssen jetzt angegangen werden, um in absehbarer Zeit spürbare Verbesserungen zu erreichen. Stillegungen, Abkopplungen und Entwidmungen sind abzulehnen. Kaum oder ungenutzte Güterverkehrsstrecken sind für den Personenverkehr zu sichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Für das gesamte Schienennetz ist ein zukünftiges Zielnetz zu entwickeln. Dabei darf nicht eine bestehende Nachfrage das Angebot bestimmen. Die Korridoruntersuchungen sind für uns zum Teil nicht nachvollziehbar und für uns deshalb keine sinnvolle Planungsgrundlage. Wir wollen eine Trendwende hin zu einer Daseinsvorsorge, die sich danach richtet, welches Angebot nötig ist, um deutlich mehr Menschen die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs attraktiv zu gestalten. Es braucht ein Angebot, das Nachfrage erzeugt, weil es überzeugt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bereits bestehende, Gesamtnetz-relevante Kapazitätsengpässe, wie der Bahnhof Königs Wusterhausen, die Hamburger Bahn zwischen Spandau und Nauen oder einige eingleisige Regionalstrecken, müssen aufgelöst werden. Hier sind auch Anmeldungen zum Bundesverkehrswegeplan vonnöten, bei denen sich die Landesregierung bisher auf Straßenbauprojekte konzentriert. Die S-Bahnlinien sind dort zweigleisig auszubauen, wo dies erforderlich ist um Fahrplanstabilität zu gewährleisten und dringend nötige Taktverdichtungen zu ermöglichen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Für den Verkehr auf der Schiene fordern wir eine Strategie der vollständigen Emissionsfreiheit. Dies soll über die Elektrifizierung der Strecken einerseits und über technologieoffene eigenelektrische Antriebe der Fahrzeuge in den Ausschreibungen erreicht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Grundsätzlich dürfen alle Planungen und Veränderungen keinen zukünftig möglichen Ausbau behindern. Durch die Möglichkeiten der Landes- und Regionalplanung ist sicher zu stellen, dass Trassen für mögliche weitere Regional-Gleise, mögliche S-Bahn-Verlängerungen oder mögliche Oberleitungen nicht entwidmet oder überplant werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der ÖPNV darf nicht nur gute Verbindungen bieten, er benötigt auch einladende Einstiegspunkte. Dunkle und verdreckte Unterführungen schrecken Menschen ab. Auch Bahnhofsgebäude ohne Fahrkartenverkauf oder Wartehalle können zu öffentlichen Treffpunkten und gar Visitenkarten der Kommunen werden. Wir erwarten ein Bahnhofssanierungskonzept, das unterstützende Landesmittel und Beratung für potenzielle Gebäudenutzer*innen beinhaltet.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Alle Bahnhalte müssen barrierefrei nutzbar sein. Dafür müssen auch zu kurze Bahnsteige verlängert werden. Auf Bundesebene braucht es endlich ein einheitliches Bahnsteighöhenkonzept.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Fahrräder und ÖV sind die perfekten Partner. Rund um die Bahnhöfe werden diebstahlsichere und wetterfeste Abstellplätze, abschließbare Boxen bis hin zu Fahrradparkhäusern mit Reparatur-Service wie in Bernau benötigt. Entsprechende Aktivitäten der Kommunen sind durch ein Landesprogramm für alle Kommunen zu unterstützen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Landesbedeutsame Buslinien – Die Querverbindungen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die sogenannten Radialen, also die Verbindungen, die von Zielen in Brandenburg nach Berlin führen, sind vom Schienennetz recht gut abgedeckt. Es fehlt allerdings an Querverbindungen zwischen diesen Radialen. Die Landkreise, die den Busverkehr bestellen, tun sich naturgemäß schwer damit Verbindungen über die Kreisgrenzen hinaus zu bestellen und zu bezahlen. Letztlich würden zwar alle Kreise profitieren, es besteht allerdings kaum ein Anreiz als Pionier voranzugehen. Hier erwarten wir von der Landesseite mehr Engagement und Koordination. Wir fordern den Aufbau eines Netzes von landesbedeutsamen Buslinien, wie eines in Sachsen-Anhalt bereits Realität ist. Dieses kann das bestehende Konzept der Plus-Busse aufgreifen und erweitern und sollte die Mindeststandards erfüllen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>1h-Takt zwischen 6 und 20 Uhr an Wochentagen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>2h-Takt am Wochenende und in den Tagesrandzeiten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Möglichst direkte Linienführungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gewährleistung von Anschlüssen an den Regionalverkehr bzw. die S-Bahn</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mindestkomfort in Fahrzeugen und Haltstellen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Möglichkeiten von Fahrradmitnahmen, insb. für touristisch interessante Strecken</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Tarife</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) ist eine Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Berlin. Während in allen anderen Bundesländern ein Flickenteppich an Verkehrsverbünden besteht, der viele Pendler*innen verzweifeln lässt, vereint der VBB gleich zwei Bundesländer. Abgesehen von der Lösung der wiederkehrenden Konflikte um die Mittelverteilung, wollen wir den Tarif zu einem Vorbild und eventuell sogar zu einer Keimzelle eines Deutschlandtarifs weiter entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Um den Bedarf an Einzelfahrscheinen zu reduzieren, wollen wir sehr günstige Monatstickets bieten, die sich bereits ab 15 Fahrten im Monat rechnen. Jahrestickets für das VBB-Gebiet sollen ab 1€ am Tag erhältlich sein (365€-Ticket). Schüler*innen und Auszubildende sollen kostenlos fahren können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der Tarif, insbesondere für Einzelfahrten, ist möglichst simpel und nachvollziehbar zu halten. Senioren und Familientickets sollten günstiger sein. Für ehrenamtlich Engagierte soll es ein Ehrenamtsticket geben. In das Sozialticket muss Berlin integriert sein. Das Lösen von Fahrscheinen in Bussen und Zügen mit Bargeld muss dabei ohne Aufpreis möglich sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Es sind die rechtlichen Möglichkeiten zu schaffen, lokal umlagefinanzierte Systeme zur voll­ständigen Fahrscheinfreiheit zu etablieren. Auch die vollständige oder teilweise Ableistung des Fahrpreises durch (Be-)Zahlung von Kurtaxen oder touristischer Angebote ist zu ermöglichen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das Tarifgebiet des VBB sollte über die Landesgrenze Brandenburgs erweitert werden. Dies ergäbe gerade im Bereich der Lausitz durch die Integration von VVO und ZVON oder im Norden mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Sinn. Auch über die polnische Grenze hinaus, insbesondere in die Doppelstädte an Oder und Neiße, muss das verfolgt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Tarifzonengrenzen wirken als psychologische Hürden, auch und insbesondere für ÖV-nutzende und rausziehwillige Berliner*innen. Wir wollen daher den Berlin-C-Bereich auf die Orte Fürstenwalde, Bestensee, Wünsdorf Waldstadt, Trebbin, Beelitz, Brandenburg-Havel, Nauen und Kremmen ausweiten. Dort, wo die Grenze zwischen den Tarifbereichen B und C immense Kfz-Verkehrsströme induziert, ist ebenfalls über Grenz-Anpassungen nachzudenken.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Tarifzonengrenzen dürfen Städte und Gemeinden nicht durchschneiden, da sie die innerörtliche Nutzung des ÖPNV behindern. Insbesondere dort, wo Gemeinde­zusammen­schlüsse zu neuen Gemeindegrenzen geführt haben, sind die Tarifgrenzen anzupassen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Da für viele Strecken ein Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsträgern des Umwelt­verbundes nötig ist, muss es das langfristige Ziel des VBB sein, unter seinem Dach möglichst alle Verkehrsträger anzubieten. Darunter fallen neben dem Bahn- und Busverkehr auch Car- und Bikesharing. So könnte sich der VBB zu einem allgemeinen Mobilitäts­dienstleister entwickeln, bei dem alle Verkehrsträger genutzt werden können. Eine Einbeziehung des Taxigewerbes darüber hinaus ist erstrebenswert. In einer App sollten schließlich Verkehrsträger-übergreifende Fahrplanauskunft und Fahrscheinerwerb möglich sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Durch Fahrschein-integrierte und qualitativ ansprechende Fahrradverleihe an den Bahnhöfen wollen wir die kombinierte Nutzung von Fahrrädern und ÖV zum einen fördern, zum anderen aber auch die Nachfrage der Fahrradmitnahme im ÖV dämpfen. Die Tarife für die Fahrradmitnahme wollen wir deutlich attraktiver gestalten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Fahrzeugpark</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Busse und Bahnen sollten sauber und einladend sein. Qualitätsstandards in diesem Bereich müssen in den Verträgen festgeschrieben und kontrolliert werden. Bei Nichteinhaltung müssen Mittel einbehalten werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bis 2022 muss der ÖPNV so eingerichtet sein, dass Menschen mit Behinderungen barrierefrei ein- und aussteigen können. Gerade die kommunalen Straßenbahnunternehmen stehen damit vor gewaltigen Investitionen, die sie allein nicht bewältigen können. Das Land muss sich über die bisher zugesagten 48 Mio € bis 2022 hinaus finanziell engagieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Aufnahmekapazität für Fahrräder sollte in bzw. an Bussen und Bahnen geschaffen, erhöht bzw. sichergestellt werden, um den übrig bleibenden Bedarf zur Fahrradmitnahme komplett aufzunehmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>In Zügen und landesbedeutsamen Buslinien sollte kostenloses W-LAN angeboten werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Auf elektrifizierten Bahn-Strecken ist bei Ausschreibungen die Versorgung durch 100% erneuerbare Energien zu verlangen. Bei nicht elektrifizierten Bahnstrecken und beim Einsatz von Bussen, ist eine technikoffene Reduzierung der Schadstoff- und Lärmemissionen durch Auflagen in den Ausschreibungen zu erreichen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bei den Ausschreibungen stehen insbesondere Wettbewerber der DB AG vor der schwierigen Aufgabe, den nötigen Fuhrpark zu beschaffen und zu finanzieren. Dazu sollten alle Möglichkeiten geprüft werden, die Bieter bei der Fahrzeugbeschaffung zu unterstützen, von Wiedereinsatzgarantien, Fahrzeugfinanzierung über den Aufgabenträger mit anschließender Verpachtung bis hin zu einem landeseigenen Fahrzeugpool.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Öffentliche Verkehr in Brandenburg wird sehr gut angenommen und die Prognosen gehen von weiteren Steigerungen aus. Allein im Regionalverkehr sind die Fahrgastzahlen zwischen 2006 und 2016 um 60% gestiegen. Bis zum Jahr 2022 könnten sie noch einmal um 25% steigen. Das Frappierende dabei ist, dass die bestellten Leistungen 2016 im Regionalverkehr 674.000 km geringer waren als 2006. Die Folge ist eine Überlastung, die alle Fahrgäste tagtäglich - im wahrsten Sinne des Wortes hautnah - miterleben müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Öffentliche Verkehr und seine Fahrgäste haben Besseres verdient! Der Öffentliche Verkehr hat viele gesellschaftlich positive Wirkungen, gerade im Verbund mit Fuß- und Radverkehr. Er hat eine geringere Klimabelastung als das individuelle KfZ, er erzeugt weniger Unfallopfer, weniger Lärm und weniger Flächenverbrauch. Er transportiert Menschen, die anders kaum mobil wären. Öffentlicher Verkehr ist Daseinsvorsorge. Deshalb darf nicht eine bestehende Nachfrage das Angebot bestimmen, weil dadurch lediglich eine Spirale nach unten befeuert würde. Stattdessen muss ein Angebot geschaffen werden, dass die Nachfrage vom Motorisierten Individualverkehr (MIV) zum ÖV umlenkt, weil es überzeugt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diskussionen über Fahrverbote und kostenlosen ÖPNV nützen nichts, solange kein ausreichender ÖPNV vorhanden ist. Infrastruktur und Mobilitätsangebote müssen so beschaffen sein, dass die Menschen nicht auf das Auto angewiesen sind. Dazu bedarf es einer Gesamtstrategie, die alle Verkehrsträger mit einbezieht. Zwar ist an vielen Stellen die Bundespolitik gefordert, aber auch das Land hat vielfältige Möglichkeiten, die nötige Trendwende zu unterstützen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Mar 2018 16:55:03 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>E1: Europa für Brandenburg, Brandenburg für Europa</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/motion/4571</link>
                        <author>LAG Europa (beschlossen am: 19.03.2018)</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/motion/4571</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Europa ist unsere Zukunft. Europa ist für uns eine Wertegemeinschaft, in der Vielfalt, Toleranz, Menschenrechte und Respekt vor Minderheiten die Basis des Zusammenlebens sind. Diese Werte einigen uns über Länder, Sprachen, Nationen, Religionen, einfach über Grenzen hinweg. Die Vielfalt in der Einheit und Zusammenarbeit aller sind die Stärken Europas. Nur mit Europa lassen sich auch die Herausforderungen der Zukunft wie Klimawandel, Migration, grenzüberschreitende Mobilität, innovative Landwirtschaft oder Digitalisierung erfolgreich meistern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Europäische Union ist eine politische und wirtschaftliche Erfolgsgeschichte, für Europa und ganz besonders auch für Brandenburg. Niemals zuvor in der Geschichte unseres Kontinents gab es eine vergleichbare Periode des weitreichenden Friedens, der politischen und persönlichen Freiheit für alle und des relativen Wohlstands für viele. Dennoch steht Europa vor Herausforderungen von Innen und Außen, die seinen Bestand als Staatenunion in Frage stellen. Im Vereinigten Königreich hat eine Mehrheit der Bürger*innen für den Brexit gestimmt, in Ungarn und der Slowakei machen die Regierungschefs Stimmung gegen die EU und in Polen wurde ein Rechtsstaatsverfahren eingeleitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Brandenburger Bündnisgrünen können uns eine Zukunft für Brandenburg nur im Rahmen eines gemeinsamen Europas vorstellen. Weil wir Europa lieben, wollen wir Europa gegen Populisten verteidigen und deshalb weiterentwickeln. Wir haben konkrete Vorstellungen, was wir uns für Europa in Brandenburg und für Brandenburg in Europa wünschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stehen ein für Europa und freuen uns auf eine europäische Zukunft für Brandenburg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>EU-Mittel für ein ökologisches und soziales Brandenburg einsetzen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">1. Gleichwertige Lebensverhältnisse fördern </span><br>
Die Europäischen Kohäsionspolitik ist ein echtes Erfolgsmodell. Für uns Bündnisgrüne bedeutet die Förderung durch Europäischen Strukturfonds nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Angleichung der Lebensverhältnisse in Europa, sondern sie sind auch ein wichtiges Instrument um die Werte und Ziele der Europäischen Union zu fördern. Wir Bündnisgrüne stehen für einen gesellschaftlichen Mehrwert der EU-Förderpolitik. Daher ist es unabdingbar, dass die Kohäsionsförderung in strukturschwachen Regionen fortgeführt wird. Der Brexit führt jedoch zu einer deutlichen Kürzung der verfügbaren EU-Mittel. Dabei ist für uns klar, dass wir für Brandenburg keine Förderung auf Kosten noch ärmerer Regionen in der EU verlangen. Daher streben wir an den Haushalt der Europäischen Union für die Kohäsionsförderung aufzustocken. Darüber hinaus gehender, besonderer Förderbedarf in Brandenburg kann durch gezielte Bundesprogramme bzw. dem Aufstocken einschlägiger Gemeinschaftsaufgaben sehr gut beantwortet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Negativliste für Fördergegenstände (Ausschluss von Flughäfen, Autobahnen, Kohle- und Gasinfrastruktur)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Erhalt der EU-Kohäsionsförderung durch ausreichende Ausstattung des EU-Haushalts mit Eigenmitteln (Finanztransaktionssteuer, Plastiksteuer)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">2. Strukturwandel im Energiesektor unterstützen und nicht bremsen.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Fördergelder können auch kontraproduktiv wirken. Sie müssen deshalb zielgerichtet für übergeordnete Ziele ausgezahlt werden. Bestimmte Fördergegenstände vor allem auch aus klimapolitischer Sicht müssen deshalb ausgeschlossen werden. Die Europäische Union hat sich mit der Unterschrift unter das Übereinkommen von Paris dazu verpflichtet, wirkungsvoll dem Klimawandel entgegen zu treten. Daher gilt: Europa muss auf dreckigen Kohlestrom verzichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Brandenburger Bündnisgrüne wollen jedoch die Kohlekumpel, die Facharbeiter*innen in der kohleverarbeitenden Betrieben, die Expert*innen in den Kohlekraftwerken, die Mitarbeiter*innen in den Zulieferbetrieben und all die Familien in den Kohleregionen nicht vergessen. Daher fordern wir neben den absolut notwendigen Maßnahmen von Landes- und Bundesregierung ein EU-Programm zur Gestaltung des Strukturwandels durch Kohleausstieg, mit dem eine echte Zukunft in der Lausitz geschaffen werden kann. Denn der Ausstieg aus der Kohle ist eine gesamteuropäische Aufgabe, daher muss der notwendige Strukturwandel auch in der Lausitz auch mit europäischen Finanzen flankiert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einrichtung einer Europäisches Modellregion &quot;Lausitz im Strukturwandel&quot; mit dem Ziel Kohleausstieg bei gleichzeitigem Erhalt industrieller Strukturen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Aufbau eines EU-Kompetenzzentrum Strukturwandel in der Lausitz</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schaffung eines neuen Förderprogramms &quot;Just Transition&quot; im Rahmen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (geplantes Mindestbudget: 10% der EFRE-Mittel)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">3. Die Europäische Agrarpolitik an Brandenburger Bedürfnisse anpassen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Förderarchitektur der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) stellt rund 40 Prozent des Gesamtbudgets der Europäischen Union und damit den zweitgrößten Posten im EU-Haushalt dar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gefördert wird jedoch keine bäuerlich orientierte und naturverträgliche Landwirtschaft, sondern ein agroindustrieller Kurs auf Kosten von Umwelt, bäuerlichen Erzeugern, Verbraucher- und Tierschutz, der auch in Brandenburg deutlich spürbar ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns Bündnisgrüne steht für die neue GAP nach 2020 fest: Sie muss die europäische Agrarwende einleiten! Wir brauchen in Brandenburg dringend eine Umstellung der Förderpolitik weg von der Bevorzugung großer Agrarbetriebe hin zu mehr Förderung lebenswerter ländlicher Räume und der Honorierung öffentlicher Leistungen der Landwirtschaft wie Arten-, Umwelt-, Klima- und Tierschutz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vor allem kann Europa noch viel mehr für die Junglandwirte und Existenzgründungen in der Brandenburger Land- und Lebensmittelwirtschaft tun.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Abkehr der pauschalen Direktzahlung pro Hektar im Rahmen der 1. Säule der GAP: Einführung einer Kappungsgrenze in Abhängigkeit von Arbeitsplätzen, degressive Ausgestaltung der Direktzahlungen und Förderung der ersten Hektare zur besseren Unterstützung kleiner und mittlerer Betriebe sowie für gerechtere Zahlungsverteilung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Stärkung und Erhöhung der 2. Säule: In Zukunft sollen alle GAP-Zahlungen verstärkt an landwirtschaftliche Betriebe gehen, die in den Bereichen des Umwelt-, Natur, Klima- und Tierschutzes nachweislich gesellschaftliche Leistungen erbringen. Die Zahlungen sollen nicht nur eine Ausgleichs-, sondern auch eine Anreizkomponente für umwelt-, natur-, klima- und tiergerechtes Wirtschaften enthalten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Stärkung der Förderung von Junglandwirten und Existenzgründern: Erhöhung der Förderungen für die ersten Hektare, Ausbau der bestehenden Junglandwirte-Förderung auf über 2% aller Direktzahlungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einrichtung eines europäischen Existenzgründerprogramm mit fachlicher Beratung und Begleitung in den ersten Jahren der Betriebsgründung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Stärkere Förderung des Aufbaus regionaler Wertschöpfungsketten im Bereich der Land- und Lebensmittelwirtschaft, um die regionale Nachfrage nach Qualitätsprodukten zu bedienen und Arbeitsplätze und Einkommen im ländlichen Raum zu generieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Europa im Brandenburger Alltag erlebbar machen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">1. Mehr Europa in den Kommunen – und die Kommunen europäisch stärken</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Europa spielt für die Brandenburger*innen eine immer stärkere Rolle, sowohl für die einzelnen Bürger*innen aber auch für Initiativen, Vereine, Kultur und Sport, für die kommunale Verwaltung und die Brandenburger Wirtschaft, vom Selbstständigen bis zum mittelständischen Unternehmen. Vor allem im Bereich der Europäischen Förderpolitik, aber auch bei Auswirkungen europäischer Richtlinien und Verordnungen ist oft europapolitische Kompetenz oder wenigstens der Zugang zu Informationen gefordert. Hier sehen wir Bündnisgrüne in Brandenburg noch immer Nachholbedarf, zu viele Möglichkeiten können nicht genutzt werden, zu viel Expertise ist oft am falschen Ort.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einrichtung von zentralen Anlaufstellen („one-stop-shops“) für Fragen rund um Europäische Politik und Förderung in allen Kreisstädten mit entsprechenden Kompetenzen und Ansprechpartner*innen in zentral gelegenen Ladenlokalen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einrichtung einer Informations- und Kontaktstelle der Brandenburger Kommunen in Brüssel inklusiver eines regelmäßigen Newsletters für alle Brandenburger Kommunen zu europapolitisch relevanten Fragen und Ausschreibungen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einrichtung eines europäischen Austauschprogramms für kommunale und regionale Mandatsträger in Brandenburg (z.B. im Rahmen von Erasmus+)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">2. Brücken und Verbindungen herstellen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Durch Brandenburg führen entscheidende, paneuropäische Verkehrsachsen. Der Großraum Berlin-Brandenburg ist Ziel und Angelpunkt vielfältigen grenzüberschreitenden Verkehrs, vor allem auch mit Polen und den weiter östlich liegenden Ländern. Volle Autobahnen und anwachsender Auto- und LKW-Verkehr sprechen eine deutliche Sprache. Waren und Menschen kennen innerhalb Europas und vor allem zwischen Brandenburg und Polen keine Grenzen mehr. Das Positivbeispiel des Kulturzugs zwischen Berlin und Breslau hat eindrücklich bewiesen, dass eine attraktive Bahnverbindung auf Nachfrage stoßen und erfolgreich betrieben werden kann. Dennoch mangelt es an Zugverbindungen zwischen Brandenburg und Polen, an einer konkurrenzfähigen Schnellverkehrsverbindung auf der Schiene zwischen Berlin und den polnischen Metropolen und an einem konsequenten grenzüberschreitenden Verkehrskonzept.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verständigung funktioniert vor allem dort, wo sich Menschen begegnen können. Daher wollen wir grenzüberschreitende ÖPNV-Angebote weiter ausbauen. In den letzten Jahren sind hier bereits viele Fortschritte erreicht worden. Es gibt aber noch immer viel zu tun. Dabei stellt ein attraktiver und faktisch gemeinsamer öffentlicher Personen- und Schienennahverkehr nicht nur eine wesentliche Aufwertung der Lebensqualität in Brandenburg und Polen dar, sondern er trägt auch gleichzeitig zu einem Zusammenwachsen der Ballungsgebiete und zu einer Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit in einer integrierten Grenzregion bei. Vor allem jedoch kann damit eine spürbare Abnahme des autogebundenen Individualverkehrs mit einer Abnahme an Lärm, Dreck und Schadstoffbelastung einhergehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Abbau bestehender Verbindungslücken in Grenzregionen durch forcierten Ausbau grenzüberschreitenden SPNV und ÖPNV zwischen Brandenburg und Polen, ggf. durch finanzielle Unterstützung der Nachbar-Woiwodschaften</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gesamtkonzept für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr inklusive der konsequenten Elektrifizierung aller grenzüberschreitenden Bahnstrecken</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sicherung und Ausbau des grenznahen ÖPNVs, konsequente Nutzung von Fördermöglichkeiten für direkte Buslinien wie z.B. in Frankfurt oder Guben</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>bessere schienengebundene Einbindung des BER in die urbanen Räume Westpolens</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>besseren und direkten Bahnverbindungen zwischen den Zentren zur Verkürzung der Fahrzeiten sowie die Erhöhung zusätzlicher Angebote</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Fortführung des „Kulturzug“ Berlin-Breslau</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zweigleisiger Ausbau der Bahnstrecken über Horka und nach Stettin</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ausbau des gemeinsamen Ticket- und Tarifsystems durch Aufnahme von Stettin und den Doppelstädten wie Słubice/Frankfurt (Oder) sowie Gubin/Guben in den VBB</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">3. Gute Nachbarschaft mit unseren polnischen Nachbarn</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die zwischenmenschliche Grenze zwischen Brandenburg und Polen ist noch immer größer als an innereuropäischen Grenzen Westdeutschlands. Polen hat eine schwere Vergangenheit aus Besetzung und Krieg erlebt, dies muss immer berücksichtigt werden. Jedoch sind die aktuelle Situation in Polen und vor allem die Politik der PiS-Nationalregierung in Warschau besorgniserregend und können mit diesem geschichtlichen Hintergrund nicht mehr erklärt werden. Die gefühlte und tatsächliche Abkehr der PiS-Regierung von einigen Europäischen Idealen und Werten, der zunehmende Nationalismus und das Erstarken von Xenophobie, Homophobie und religiösem Eifer in der polnischen Politik nehmen erschreckende Züge an.<br>
Die Vergangenheit jedoch hat es schon oft gezeigt: Europa wächst (auch) von unten. Es gibt viele positive Entwicklungen: Menschen in den Grenzregionen wohnen immer öfter auf der jeweils anderen Seite. Täglich pendeln mittlerweile mehr als 1600 Pol*innen nach Ost-Brandenburg und mehr als 2100 Pol*innen nach Berlin und die Zahlen steigen stetig an. Polinnen und Polen sind die mit Abstand häufigsten Ehepartner*innen in binationalen Ehen. Vor Ort entstehen grenzüberschreitende Vereine und Initiativen, wie „Slubfurt“ in Frankfurt (Oder) und Slubice. Daher wollen wir gerade jetzt die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen brandenburgischen und polnischen Bürger*innen noch mehr intensivieren. Denn Polen ist unser Nachbar und wir freuen uns auf unsere gemeinsame Zukunft. Die Gemeinschaftsinitiative INTERREG spielt für uns Bündnisgrüne in Brandenburg aufgrund der gemeinsamen Grenze mit Polen eine besondere Bedeutung, da wir hier einen klaren europäischen Mehrwert erkennen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Weitere Intensivierung des Brandenburgisch-polnischem Austausch insbesondere bei Städte- und Gemeindepartnerschaften</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Förderung von Polnischunterricht an Brandenburger Schulen sowie Unterstützung der Gründung von deutsch-polnischen Schulen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Förderung Brandenburgisch-Polnischer Film- und Serienproduktionen, z.B. im Rahmen des Medienboards</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Idee der friedlichen Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil, noch unter dem Unmittelbaren Eindruck von Krieg, nationalsozialistischem Terror und Holocaust stellte einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit dar. Dieses große Wagnis hat sich für alle Europäer*innen gelohnt, insbesondere auch für die Menschen in Brandenburg. Nur die europäische Einigung ermöglichte die politischen Rahmenbedingungen, unter denen die Teilung Deutschlands überwunden werden konnte. Durch die EU-Osterweiterung 2004 ist Brandenburg von der Peripherie in die wirtschaftliche und gesellschaftliche Mitte des Kontinents gerückt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dennoch steht das Projekt Europa vor den wahrscheinlich größten Herausforderungen in seiner Geschichte. Ein großes Mitgliedsland, Großbritannien, hat sich entschlossen, die Europäische Union zu verlassen. Wir Bündnisgrüne in Brandenburg bedauern dies zutiefst, weil wir überzeugt sind, dass Europa den Herausforderungen von Globalisierung sowie technologischem und sozialem Wandel nur gemeinsam erfolgreich begegnen kann. Umso schmerzhafter ist es, dass es gerade diese Herausforderungen waren, die viele Brit*innen dazu bewogen haben könnten, dem politischen Projekt Europa ihr Vertrauen zu entziehen. Die Voraussetzungen für eine Gesellschaft, die allen Menschen Freiheit sowie Perspektiven für Wohlstand und Entfaltung ihrer Persönlichkeit auch im einundzwanzigsten Jahrhundert garantiert, kann nur auf europäischer Ebene und durch die demokratische Zusammenarbeit aller Europäer*innen geschaffen werden. Dies bedeutet für uns, dass das Projekt Europa neuen Schwung bekommen muss und wesentliche Schritte unternommen werden müssen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir wollen ein demokratisches und soziales Europa für alle, in dem nicht Lobyist*innen und ungewählte Bürokrat*innen, sondern demokratische Institutionen und alle Europäer*innen über die Angelegenheiten der Europäischen Union entscheiden, ein Europa, in dem sich alle Bürger*innen gleichermaßen Gehör verschaffen können und politische Partizipation auf europäischer Ebene allen Menschen gleichermaßen offensteht. Aus unserer Sicht sind einem demokratischen Europa für Alle die Interessen Brandenburgs am besten gewahrt. Ein Europa der Bürger*innen ist ein Europa, in dem regionale Belange beachtet werden und sich die Politik nicht auf die Angelegenheiten von wenigen Metropolen konzentriert. Für die Zukunft Brandenburgs sind viele politische Fragen besonders wichtig, die bereits heute auf europäischer Ebene entscheiden oder gelenkt werden: Wie schaffen wir den ökologischen Umbau unserer Landwirtschaft, den Ausstieg aus fossilen Energieträgern und den damit verbundenen Strukturwandel in Bergbauregionen? Wie muss die europäische Verkehrsinfrastruktur der Zukunft beschaffen sein? Wie kann Europa noch mehr vor Ort erfahrbar werden und wie können sich die Kommunen noch mehr einbringen? Dies sind Herausforderungen für Brandenburg und Europa zugleich, die auf europäischer Ebene, aber mit prägender Mitarbeit aus Brandenburg beantwortet werden müssen. Viele Regionen in Europa erleben bei Demografie und wirtschaftlichen Strukturen ähnliche Veränderungen wie Brandenburg. Brandenburg hat viele Transformationen bereits erfolgreich gemeistert. Hier können wir unsere Erfahrungen in Europa einbringen. Bei den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft setzen wir auf europäische Kooperationen und Erfahrungsaustausch. Brandenburg braucht Europa und Europa braucht Brandenburg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Gleichwertige Lebensverhältnisse fördern </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nach dem Beitritt der neuen Länder wurden zahlreiche Projekte in Brandenburg aus den Struktur- und Kohäsionsfonds gefördert, seit 1991 bis 2020 werden voraussichtlich allein durch EFRE fast 5,5 Mrd. € im Land Brandenburg ausgereicht worden sein. Das erfolgreiche Wachstum in Brandenburg sowie der statistische Effekt durch den Brexit, das Absenken des EU-Bruttosozialprodukt-Durchschnitts führt zur Förderperiode nach 2021 vermutlich zu der Situation, dass Brandenburg unter die entwickelten, also reicheren Regionen Europas fällt. Neben der Stärkung von Demokratie und Mitbestimmung in allen Bereichen gilt es in Brandenburg insbesondere auf die demographischen Herausforderungen einzugehen. Natürlich müssen neben Forschung und Bildung auch die Digitalisierung sowie die Ansiedelung und der Ausbau von KMU vorangetrieben werden. Für uns Bündnisgrüne ist die Europäische Regional- und Förderpolitik mehr als reine Wirtschaftsförderung und muss politisch kontrollier- und planbar bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Strukturwandel im Energiesektor unterstützen und nicht bremsen.</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Stromgewinnung aus Braunkohle ist dabei der größte Einzelemittent von Kohlendioxid in der gesamten Europäischen Union. Genauso wie in Brandenburg führt der Abbau von Kohle in Tagebauen zu großflächigen Zerstörungen uralter Kulturlandschaften und nachhaltiger Schäden an Umwelt und Natur. Der Kohleabbau und die Verstromung führen in allen Kohleregionen Europas ähnlich wie in Brandenburg zu industrialisierter Monokultur, bei denen ganze Landstriche von einzelnen Kohlekonzernen abhängig sind und eine alternative und nachhaltige Wirtschaftsstruktur undenkbar scheint. Die notwendige Vorbereitung des unvermeidlichen Strukturwandels wird wie in Brandenburg seit Jahrzehnten blockiert und alternative Szenarien ausgebremst. Die aktuelle Bergbauabfallrichtlinie hat entscheidend dafür gesorgt, dass die Lagerung und der Umgang mit Bergbauabfällen europaweit sicherer und umweltbewusster erfolgt. Leider sind Tagebaue, insbesondere auch die Braunkohleminen in der Lausitz, davon aktuell ausgenommen. Dadurch greifen viele fortschrittliche und wirkungsvolle Maßstäbe nicht in Brandenburg, so z.B. bei der Frage der finanziellen Absicherung der Renaturierungskosten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Die Europäische Agrarpolitik an Brandenburger Bedürfnisse anpassen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So werden seit 2003 rund 70 Prozent der EU-Agrarsubventionen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), also rund 40 Milliarden, über die so genannte 1. Säule als pauschale Flächenprämie an die Betriebe ausgeschüttet. Der Mehrheit der europäischen Landwirte sichern sie zwar offiziell rund die Hälfte des Betriebseinkommens, wanden im aktuellen Wirtschaftssystem letztlich jedoch nur zu den Landbesitzern und belohnen fast ohne direkte Gestaltungswirkung mit der Gießkanne den Besitz von Land. So erhalten rund 20% der Betriebe erhalten etwa 80 % der europäischen Fördergelder der GAP. Zugleich ist die Zweite Säule für die Stärkung von Agrarumwelt und den ländlichen Räumen mit rund 30% der GAP-Subventionen stark unterfinanziert und kann ihr Potential und damit die gewünschte Wirkung im Umweltbereich, nicht ausreichend ausschöpfen. Es istan der Zeit, die GAP nach 2020 inhaltlich dahingehend weiterzuentwickeln, dass sie endlich ein Gleichgewicht zwischen der Unterstützung der Landwirtschaft, der ländlichen Entwicklung und den Umweltleistungen der Landwirtschaft garantiert: entsprechend unserem Leitbild einer bäuerlichen europäischen Landwirtschaft, die in ihrer regionalen Vielfalt und Unterschiedlichkeit prägend für das soziale und kulturelle Landleben ist und die Attraktivität einer Region entscheidend beeinflusst. Eine Neuausrichtung der GAP bietet für Brandenburg die Chance zu einem Kurswechsel hin zu einer nachhaltigen und regional verankerten Landwirtschaft, die attraktive Dörfer mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten als Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum ermöglicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Mehr Europa in den Kommunen – und die Kommunen europäisch stärken</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch wenn diese bereits an einigen Stellen existiert - so z.B. bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg oder den Kontaktpersonen der Brandenburger Kreisverwaltungen - so ist dies segmentiert und teils schwer zugänglich. Um als Ansprechpartner*in für Fragen von Verwaltung, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft zu vielen Europathemen, insbesondere hinsichtlich der EU-Förderungspolitik, zu fungieren und damit für Anfragen leichter zugänglich zu sein, aber gleichzeitig auch Voraussetzungen für Synergien zu schaffen ist es notwendig, einheitlich Geschäftsstellen in jeder Kreisstadt/Mittelzentrum zu schaffen. Hier sollen Europapolitische Kompetenzen, insbesondere zu EU-Förderungen und Ausschreibungen zusammengeführt werden. Um Zugangshürden zu senken, aber auch um die Europäische Union deutlicher sichtbar zu machen, müssen diese Anlaufstellen in zentraler Lage, möglichst in einem Ladenlokal, mit ansprechendem Auftritt ausgestaltet sein um so auch als EU-Informationsstelle dienen zu können. Die Bayerischen und Sächsischen Kommunen haben mit einem Informations- und Kontaktbüro in Brüssel einen direkten Draht zwischen Kommunen und den EU-Institutionen geschaffen, die in einem wöchentlichen Rundbrief mit den entscheidenden Hinweisen auf Ausschreibungen, politischen Initiativen und konkreten Auswirkungen Europäischer Politik auf Kommunen kompetent informieren. Dies wäre auch für Brandenburger Kommunen von unschätzbarem Nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Gute Nachbarschaft mit unseren polnischen Nachbarn</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die polnisch-deutsche Geschichte ist geprägt durch Konflikte, Krisen, Besetzungen und Kriege. Trotz dieser schrecklichen Vergangenheit ist es Deutschland und Polen gelungen, den Ausgleich zu finden und in eine neue Phase des konstruktiven Miteinanders zu treten. Seit der politischen Wende in Polen und der DDR, noch mehr jedoch seit der Aufnahme Polens in die EU ist aus dem deutsch-polnischen Verhältnis sowie aus der Brandenburgisch-polnischen Zusammenarbeit ein echtes Miteinander und eine konstruktive Nachbarschaft geworden. Auch wenn sich die polnische Nationalregierung unter der Partei PiS sich anscheinend verabschiedet, die Menschen finden zueinander und leben in einem gemeinsamen Europa. Aber die Menschen in Brandenburg und Polen müssen auch noch weiter kulturell zusammenwachsen. Die Erfahrungen aus der deutsch-französischen Freundschaft nach dem Zweiten Weltkrieg hat gezeigt, dass der Austausch und das Miteinander sowohl finanziell als auch strukturell gefördert werden muss, ob durch Schüleraustausch, Städtepartnerschaften oder sogar einen gemeinsamen Fernsehkanal. Wo Verständigung im Europäischen Rat an nationalen Politiken scheitert, können immer wieder Kooperationen auf kommunaler Ebene für Fortschritt sorgen. Daher fordern wir die bestehenden Städtepartnerschaften wie zwischen Potsdam und Opole oder Lübbenau und Pniewy zu stärken und ermutigen die Städte und Kommunen in Brandenburg, neue Städtepartnerschaften zu begründen. In den &quot;Doppelstädten&quot; Frankfurt (Oder)/ Slubice und Guben/ Gubin ist der Austausch im wahrsten Wortsinne Alltag: Menschen wohnen auf der einen und arbeiten auf der anderen Seite. Hier wie auch in anderen Grenzregionen wollen wir die Kommunen unterstützen und bestärken, sich durch attraktive öffentlichen Angebote und Dienstleistungen zu einem funktionierenden und lebenswerten Wirtschaftsraum zu entwickeln. Das deutsch-polnische Verbraucherinformationszentrum (VIZ) muss erhalten und die länderübergreifende polnisch-sprachige Beratung sollen sogar noch ausgebaut und insbesondere auch durch ein zweisprachiges Online-Angebot ergänzt werden. INTERREG bietet aufgrund seiner Konstruktion und seiner Aufgabe ein großes Potential und dient nachhaltig der Brandenburgisch-Polnischen Zusammenarbeit. Dies gilt es zu stärken und auszubauen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Mar 2018 16:38:11 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>L2: Gesund leben in Brandenburg</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Gesund_leben_in_Brandenburg-1385</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 22.03.2018)</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Gesund_leben_in_Brandenburg-1385</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gesundheit und Pflege gehören zu den zentralen Herausforderungen der Zukunft. Von entscheidender Bedeutung ist es, eine gute medizinische Versorgung der Menschen vor Ort zu sichern, den Bedarf an Pflegekräften und Ärzt*innen zu gewährleisten und ein starkes Angebot an Einrichtungen zur Prävention und Gesundheitsförderung vorzuhalten. Ziel bündnisgrüner Gesundheitspolitik in Brandenburg ist es, Gesundheitsschutz und -vorsorge zu verstärken, Krankheit zu vermeiden und Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern. Gleichzeitig ist der Gesundheitssektor einschließlich Pflege, Reha- und Wellnesseinrichtungen einer der größten Wirtschaftszweige mit bereits 96.000 Beschäftigten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir wollen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>einen guten Start ins Leben mit guter, wohnortnaher Geburtshilfe und Hebammenbegleitung vor, während und nach der Geburt ermöglichen, mehr Hebammen ausbilden und die Hebammenausbildung akademisieren (bis zum Doktorgrad),</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kindeswohl und Kinderschutz sichern, Frühe Hilfen, Netzwerke Gesunde Kinder und Kinder Pflege Netzwerke ausbauen und professionalisieren,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kindergesundheit stärken, gesunde Ernährung in Kita und Schule voranbringen, Therapie- und Förderangebote direkt in den Kitas ermöglichen, den Öffentlichen Gesundheitsdienst mit pädiatrischen Angeboten stärken.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gesundheitsaufklärung, Beratungseinrichtungen und Präventionsangebote ausbauen (z.B. für Ernährung, Diabetes), Suchtberatungsstellen verstärken, sexuelle Gesundheitsaufklärung fördern, unabhängige Patientenberatung und Selbsthilfeinitiativen fördern, Nichtraucherschutz konsequent umsetzen, kostenfreie Rauchentwöhnungskurse und Beratung anbieten,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>das Modellprojekt Schulgesundheitsfachkräfte unterstützen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>gute medizinische Versorgung in den ländlichen Räumen sichern, Übernahme von Hausarztpraxen und Aufbau von Gesundheitszentren unterstützen, integrierte Versorgungsangebote ausweiten, innovative Projekte wie rollende Arztpraxen und nichtärztliche Praxisassistent*innen (AGnES) vorantreiben, Potentiale der Telemedizin prüfen, Angebote der Fachstelle Pflege im Quartier verstetigen und ausbauen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die besonderen Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen in der ambulanten, teilstationären und stationären medizinischen Versorgung berücksichtigen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Herstellung der barrierefreien Zugänglichkeit und barrierefreien Nutzungsmöglichkeiten von Praxen und Apotheken fordern und unterstützen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Patient*innenenrechte von Menschen mit Beeinträchtigungen weiter stärken. Das setzt voraus, dass die Weiterentwicklung der Selbsthilfe und Patient*innenenbeteiligung im Gesundheitswesen mehr Bedeutung erlangen muss.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Erhalt von integrierten medizinischen Versorgungsangeboten an allen 53 Krankenhausstandorten, keine weiteren Privatisierungen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Erhalt aller Geburtsstationen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Notfallversorgung weiterentwickeln. Patient*innen brauchen gute Lösungen, die sich an ihrer Lebensrealität orientieren,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>gute Pflege (ambulant und stationär) sicherstellen, Pflegestützpunkte und Pflegenetzwerke ausbauen, Pflegekammer vorantreiben (Informationskampagne und Befragung aller Pflegekräfte), Personalbemessungsinstrument einführen, Arbeitsbedingungen und Bezahlung in der Pflege verbessern,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Ausbau von Angeboten für junge Pflegebedürftige unterstützen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Fachkräftemangel entgegenwirken, mehr Nachwuchs in der Pflege ausbilden, Kostenfreiheit der Altenpflegeausbildung herstellen, Akademisierung der Pflegeberufe vorantreiben. Aufnahme Pflegende in Gemeinsames Landesgremium nach § 90a SGB V mit Stimmrecht</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Entwicklung und Vernetzung des „Gesundheitscampus“ in Brandenburg a.d. Havel unterstützen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>psychiatrische Versorgung verbessern, Landespsychiatrieplan entwickeln , Besuchskommissionen unterstützen, schnellen Zugang zu Therapieangeboten, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche, über die psychiatrischen Institutsambulanzen sichern, ambulante gemeindenahe Angebote ausbauen, Nachsorgeangebote aufbauen, Kriseneinrichtungen stärken,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Palliativversorgung und Hospize, ambulante und stationäre Angebote ausbauen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gesundheitsversorgung für Geflüchtete sicherstellen, Zugänge zu psychiatrischen und psychotherapeutischen Angeboten vereinfachen und vereinheitlichen, Sprachmittlungsangebote verstetigen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Angebote von psychosozialen Zentren für Geflüchtete und Folteropfer landesweit ausbauen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>auf Bundesebene: Zwei-Klassen-Medizin beenden, Bürger*innenversicherung und Bürger*innen-Pflegeversicherung einführen.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Etwa 22 Tage waren Angestellte 2016 in Brandenburg durchschnittlich krank, 6 % ihrer Arbeitszeit, wie aus dem jüngsten Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg hervorgeht. Das ist zusammen mit Sachsen-Anhalt der höchste Wert im Ländervergleich. Tendenz steigend: 2014 betrug der Krankenstand noch 5,7%, 2015 kletterte er auf 5,9%. Bundesweit lag er 2016 bei rund 5%. Selbst Potsdam, wo der Krankenstand mit 5,1 Prozent landesweit am niedrigsten ist, liegt über dieser Zahl. Am anderen Ende der Skala befinden sich die Prignitz und Ostprignitz-Ruppin mit 6,6 Prozent.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Grund für Krankschreibungen waren am häufigsten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenleiden, gefolgt von psychischen Störungen und Atemwegserkrankungen. Die längsten Fehlzeiten hatten psychisch Erkrankte mit 34 Tagen. Ein Grund für den hohen Krankenstand in Brandenburg ist die Bevölkerungsstruktur mit vergleichsweise vielen älteren Arbeitnehmer*innen, aber auch der Wandel in der Arbeitswelt, die Belastungen durch Stress und durch ständige Erreichbarkeit schlagen hier zu Buche. Am höchsten ist der Krankenstand in den Pflegeberufen. Der Krankenstand in der Altenpflege betrug in Brandenburg 9,1 Prozent bei den Frauen und 6,4 Prozent bei den Männern. Das sollte zu denken geben. Dagegen sind die körperlich anstrengenden Berufe vergleichsweise unauffällig. Ausgewertet wurden die Krankmeldungen bei den gesetzlichen Krankenkassen – das sind die Daten von rund zwei Millionen Beschäftigten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gesundheit und Pflege sind Teil der Daseinsvorsorge. Wir sollten uns nicht erst dann mit dem Thema beschäftigen, wenn Menschen bereits krank sind. Das öffentliche Gesundheitswesen muss Gesundheit besser fördern und präventive Angebote stärken. Gesundheit ist nicht nur abhängig vom persönlichen Lebensstil, sondern ebenso von gesundheitsfördernden Lebens-, Lern- und Arbeitsbedingungen. Von Geburt an über Kita, Schule und Arbeitswelt bis zum Leben im Alter wollen wir allen Menschen ein gesundes Leben ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein guter Start ins Leben bildet die Grundlage für das gesunde Aufwachsen eines Kindes, für den Aufbau fester Bindungen und für ein gelingendes Familienleben. Wir wollen Hebammen und Entbindungspfleger in ihrer verantwortungsvollen Berufsausübung stärken und dafür Sorge tragen, dass es in Brandenburg auch in Zukunft ein ausreichendes und qualitätsgesichertes Angebot an Leistungen der Geburtshilfe sowie der Vor- und Nachsorge gibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(Siehe dazu auch unser Beschluss: <a href="http://gruene-brandenburg.de/userspace/BB/lv_brandenburg/beschluesse/2017/Ein_guter_Start_ins_Leben_Hebammenversorgung_in_Brandenburg_staerken.pdf">http://gruene-brandenburg.de/userspace/BB/lv_brandenburg/beschluesse/2017/Ein_guter_Start_ins_Leben_Hebammenversorgung_in_Brandenburg_staerken.pdf</a>)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Jedes Kind muss die Chance haben, gesund aufzuwachsen. Doch es zeigt sich zum Beispiel bei den Schuleingangsuntersuchungen, dass Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus häufiger eine Sprach- und Sprechstörung haben oder übergewichtig sind. Deshalb wollen wir diese Kinder von Anfang gezielt fördern, mit Programmen der „Frühen Hilfen“, mit Sprach- und Bewegungsförderung und mit therapeutischen Angeboten wie Logo-, Ergo- oder Physiotherapie direkt in der Kita, um Eltern zu entlasten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine gemeinsame Krankenhausplanung mit Berlin darf die wohnortnahe Versorgung von Patientinnen und Patienten in Brandenburg nicht gefährden. Aber das Land Berlin und dessen Angebote der medizinischen Versorgung auszublenden, tut dabei weder den Patientinnen und Patienten gut, noch den finanziellen und personellen Ressourcen im Gesundheitswesen beider Länder. Die bestehenden Krankenhausstandorte im Land wollen wir erhalten. Versorgungswege und Behandlungsprozesse müssen dabei sektorenübergreifend neu gedacht werden. Bisher zieht die Trennung zwischen den Sektoren Brüche und Doppelstrukturen nach sich. Wir begrüßen die Einführung von Qualitätskriterien, mahnen aber an, dass Mindestfallzahlen nicht das alleinige Kriterium sein können. Die Festlegung von Mindestfallzahlen bei Operationen darf nicht alleiniges Kriterium für die Krankenhausplanung sein. Eine Schließung weiterer Geburtsstationen lehnen wir ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es gilt, überall im Land eine qualitativ hochwertige, wohnortnahe medizinische Versorgung sicherzustellen, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In den ländlichen Regionen fehlen Fachärzt*innen, Hausarztpraxen werden geschlossen. Hier brauchen wir innovative Lösungen, wie den Auf- und Ausbau von Gesundheitszentren, die Bereitstellung von Praxisräumen durch die Kommunen oder rollende Arztpraxen. Stationäre und ambulante Versorgung wollen wir besser verzahnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auf Bundesebene setzen wir uns für eine dreimonatige „PflegeZeitPlus“ und jährlich zehn Tage bezahlter Freistellung für akute Notsituationen an.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Pflegeberufe werden überwiegend von Frauen ausgeübt. Wir wollen die Attraktivität des Berufs für alle steigern und setzen uns für eine bessere Entlohnung, die Angleichung der Löhne in Berlin und Brandenburg, bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Qualitätssicherung in der Pflege ein. Wir unterstützen die Gründung einer Pflegekammer, die dazu beiträgt, den Forderungen mehr Gehör zu verschaffen, und treten für verbindliche Personalbemessungsinstrumente in der Pflege ein, damit klar geregelt wird, wie viele Patient*innen eine Pflegekraft höchstens betreuen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(Siehe dazu auch unser Beschluss: <a href="http://gruene-brandenburg.de/userspace/BB/lv_brandenburg/Dokumente/LDK_Neuenhagen_2015/Beschluesse/Fachkraefteentwicklung_in_der_Pflege.pdf">http://gruene-brandenburg.de/userspace/BB/lv_brandenburg/Dokumente/LDK_Neuenhagen_2015/Beschluesse/Fachkraefteentwicklung_in_der_Pflege.pdf</a>).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Angebot einer akademischen Pflegeausbildung muss ausgeweitet werden. Auf Bundesebene streben wir den Ausbau der Pflegeversicherung an. Sie ist bisher als reine Teilkaskoversicherung angelegt. Verbesserungen in der Pflege schlagen so unmittelbar bei den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen durch. Schon jetzt beträgt der Eigenanteil bei einem vollstationären Pflegeplatz im Bundesdurchschnitt bei 1700 Euro monatlich. Dies treibt die Betroffenen in die Sozialhilfe.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zu einer guten Pflege gehört auch, Sterbenden ein Lebensende in Würde zu ermöglichen. Die Bedingungen für die Hospize und die Palliativversorgung wollen wir verbessern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Psychische Erkrankungen sind mittlerweile die zweithäufigste Ursache für Krankschreibungen in Brandenburg. Doch insbesondere in ländlichen Regionen reichen die Behandlungsplätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen bei weitem nicht aus. Zudem fehlen Angebote für die wachsende Zahl junger Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen und für Mütter mit Kindern. Das Psychisch-Kranken-Gesetz (PsychKG) wird gerade novelliert. Wir wollen in einem Landespsychiatrieplan die Entwicklungsziele für die psychiatrische Versorgung festschreiben. Die Angebote der Sozialpsychiatrischen Dienste (SpDi) vor Ort, Psychiatrische Institutsambulanzen (PIAs), Tageskliniken und kommunale psychiatrische Verbünde wollen wir von Landesseite fördern. Die Rechte von Patient*innen und Angehörigen wollen wir stärken. Die Arbeit der Besuchskommissionen unterstützen wir.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Digitalisierung ermöglicht viele Verbesserungen im Gesundheitswesen, birgt aber auch Gefahren. Alle Patient*innen sollten einen Anspruch auf eine sichere und vernetzte elektronische Patientenakte haben. Sie brauchen einen selbstbestimmten Zugang zu ihren Daten und höchstmöglichen Datenschutz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein Versandhandelsangebot für rezeptpflichtige Medikamente ist gerade für den ländlichen Raum nicht zielführend.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Vertretung der Patientenorganisationen in den Gemeinsamen Landesgremien wurde in den Ländern nicht nur unzureichend sondern auch sehr unterschiedlich geregelt. Eine gleichberechtigte Teil- und Einflussnahme auf die Bedarfsplanung ist für die Patientenvertretungen nicht gegeben. In Brandenburg ist eine Beteiligung von Interessenvertretungen der Patientinnen und Patienten nach § 140f SGB V im Landesausschuss für Ärzte und Krankenkassen gegeben. Doch wird die Beteiligung der Patientinnen und Patienten in diesen Gremien wirklich ernsthaft gewollt?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Patientinnen und Patienten wollen nicht nur passiv behandelt werden, sie wollen auch selbst handeln, selbst mitbestimmen und mitreden. Sowohl bei ihrer individuellen Therapie – beim Arzt, im Krankenhaus und bei anderen gesundheitlichen Dienstleistungen – als auch bei Entscheidungen, die das Gesundheitssystem als Ganzes betreffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Landesweit ist der Anteil an Praxen, Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) und Ambulanzen mit barrierefreiem Zugang nicht bedarfsgerecht. Damit ist Gesundheitsversorgung für viele Menschen mit Beeinträchtigungen in derselben Bandbreite wie für andere Menschen nicht gewährleistet. Art. 25 der UN-Behinderungskonvention: Die Vertragsstaaten stellen Menschen mit Behinderungen eine Gesundheitsversorgung zur Verfügung in derselben Bandbreite, von derselben Qualität und auf demselben Standard wie anderen Menschen. Sie bieten speziell benötigte Gesundheitsdienstleistungen so gemeindenah wie möglich an.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Viele bestehende Angebote zur gesundheitlichen Versorgung sind nicht barrierefrei zugänglich und nicht barrierefrei nutzbar. Damit ist eine freie Arzt- oder Therapeutenwahl für Menschen mit Beeinträchtigungen nicht gegeben.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Mar 2018 16:04:55 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V3: Gründung einer Landesarbeitsgemeinschaft Frieden-Entwicklung-Migration</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Gruendung_einer_Landesarbeitsgemeinschaft_Frieden-Entwicklung-Migration-12702</link>
                        <author>Frauke Havekost</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Gruendung_einer_Landesarbeitsgemeinschaft_Frieden-Entwicklung-Migration-12702</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der LPR beschließt die Gründung einer Landesarbeitsgemeinschaft Frieden-Entwicklung-Migration gemäß den Statuten des Landesverbandes.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Weltlage sortiert sich derzeit neu und ist außenpolitisch gekennzeichnet durch extrem komplizierte und für den Weltfrieden gefährliche Konfliktlagen in vielen Ländern und Regionen der Welt. Der Raum für werteorientiertes außen- und friedenspolitisches Handeln mit den Zielen verbesserter Stabilität und Frieden wird immer schmaler. Viele bisherige Lösungsschritte/-versuche sind kleinteilig, langfristig gedacht, wirken oftmals unbefriedigend und sind nicht immer für eine breite Öffentlichkeit nachvollziehbar. Außen- und Innenpolitik durchdringen einander immer mehr und auch auf die Bundesländer kommt zunehmend Verantwortung für Themen zu, die sich aus den globalen Herausforderungen ergeben. Bei der Entwicklung von wirksamen außen- und friedenspolitischen Handlungsansätzen sind wir also auf Bundes- und Landesebenen alle gefragt - aus ethischer Sicht und sozialer Verantwortung. Für uns als Partei gilt das aber auch ganz pragmatisch aus landes- und kommunalpolitischer Perspektive, denn die Auswirkungen gelingender oder eben nicht gelingender Friedenspolitik reichen ganz real bis an unsere Haustür.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Arbeitsweise</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit unserer Landesarbeitsgemeinschaft werden wir den hohen Gesprächsbedarf zu den heute nicht mehr voneinander losgelöst zu diskutierenden Fragenstellungen „Frieden, Entwicklung und Migration“ Rechnung tragen und als Informations- und Diskussionsforum zur bündnisgrünen Meinungsbildung im Feld der Friedenspolitik wirken (ca. drei Termine jährlich). Konkret betrachten wir unter der Leitfrage „Stabilisierung von Krisenregionen“ aktuelle Ereignisse und langfristige Konflikte und suchen nach geeigneten unterschiedlichen außenpolitischen Strategien und Optionen (Stichworte „Friedensmissionen“, „zivile Krisenprävention“, „Wirksamkeit deutscher Entwicklungszusammenarbeit“) sowie Handlungsoptionen der Bundesländer.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Neben differenzierten Gesprächsrunden auf unterschiedlichen Ebenen planen wir auch die Erkundung von (und Information über die) den in Brandenburg tätigen Einrichtungen, Gruppen und Unternehmen, die bei Umgang, Bewältigung und Meinungsbildung eine Rolle spielen, entwickeln eigene Aktionen und bringen uns mit Positionspapieren in die Öffentlichkeit ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Beschlüsse und wichtige Arbeitspapiere teilen wir mit der BAG Frieden und anderen AGs der Partei; wir wünschen uns von dort auch inhaltliche Unterstützung und gegebenenfalls gemeinsame Veranstaltungen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Mar 2018 15:59:37 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V4: Eine nachhaltige Bodenpolitik der Kommunen, Kreise und des Landes Brandenburg</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/LAG_Landesentwicklung_und_Baukultur__Nachhaltiges_Planen_und_Bauen-27636</link>
                        <author>LAG Landesentwicklung und Baukultur – Nachhaltiges Planen und Bauen (beschlossen am: 23.04.2018)</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/LAG_Landesentwicklung_und_Baukultur__Nachhaltiges_Planen_und_Bauen-27636</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die explodierenden Bodenpreise gefährden den sozialen Zusammenhalt, den notwendigen ökologischen und altersgerechten Umbau unseres Gebäudebestandes und die Haushalte der Kommunen, Kreise und letztendlich auch des Landes. Alle Nachhaltigkeitsziele der öffentlichen Hand können mit gegenüber der Einkommensentwicklung davongaloppierenden Kosten für Grund und Boden nicht mehr erreicht werden. Der durch spekulativ steigende Bodenpreise erzeugte Renditedruck zerstört historische Baukultur, behindert eine gute Stadtentwicklung, fördert die Flächeninanspruchnahme und verhindert eine verträgliche Land- und Forstwirtschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir fordern daher:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Liegenschaften sowie land- und forstwirtschaftliche Flächen der öffentlichen Hand sind grundsätzlich nur im Erbbaurecht oder als Pachtland zu vergeben. Die Vergabe soll nach inhaltlichen Kriterien, nicht nach Höchstgebot erfolgen. Eine Veräußerung bedarf der Begründung eines öffentlichen Interesses und der Genehmigung.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Stärkung der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften. In allen Kommunen und gegebenenfalls in den Landkreisen soll es Wohnungsbaugesellschaften geben, die Wohnraum zu sozial verträglichen Mieten bereitstellen, gute Stadtentwicklung betreiben und soziale Infrastruktur erstellen, betreiben und instandhalten. Kleine Kommunen können sich zusammenschließen oder sich an einer Gesellschaft des Kreises beteiligen. Gewinne der Wohnungsbaugesellschaften sollen nicht ausgeschüttet, sondern reinvestiert werden. Das Land unterstützt die Gründung von kommunalen Wohnungsbaugesellschaften mit einem zielgerichteten Förderprogramm.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Das Land soll seine Gesetzgebungskompetenz im Landwirtschaftlichen Bodenrecht nutzen. Hierzu sollen Reichssiedlungsgesetz, Landpachtgesetz und Grundstücksverkehrsgesetz durch ein Agrarstrukturverbesserungsgesetz abgelöst und ein Leitbild für eine regional verankerte Landwirtschaft erarbeitet werden. Zur Realisierung von Landwirtschaftlichen Vorkaufsrechten ist ein landeseigene Siedlungsgesellschaft zu gründen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Es ist ein transparenter und fairer Grundstücksmarkt zu schaffen. Share Deals, die durch Veräußerung und Aufteilung grundstücksbesitzender Gesellschaften die Grunderwerbssteuer umgehen und die tatsächlichen Eigentümer verschleiern, sind offenzulegen und angemessen zu besteuern. Das Land Brandenburg soll zum einen mit einer Bundesratsinitiative versuchen die Gesetzeslage dahingehend zu ändern, dass auch bei Share Deals die Grunderwerbssteuer fällig wird, zum anderen sind die vorhandenen Spielräume vom Land Brandenburg auszuschöpfen, indem die bisherige Erwerbsteuerfreiheitsgrenze bis zur zulässigen Untergrenze abzusenken ist.</li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung:</strong><br>
Grund und Boden ist keine Ware wie Autos oder Brötchen, weil er nicht vermehrbar ist.<br>
Grund und Boden ist ebenso wie Luft und Wasser lebensnotwendig. Daher dürfen<br>
Verfügungsrechte an Grund und Boden auch nicht wie eine Ware gehandelt werden. Das<br>
Grundgesetz gibt dem Gesetzgeber in Art. 14 auf, über die Sozialpflichtigkeit des Eigentums<br>
zu wachen. Dieser Verfassungsauftrag wird vom Gesetzgeber derzeit nicht im erforderlichen<br>
Umfang erfüllt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch das Festhalten des Landes Brandenburg an der Grunderwerbsteuerfreiheit bei<br>
Teilkäufen bis 94,9 % entgehen dem Land jährlich erhebliche Steuerzahlungen. Damit wird<br>
zudem wird der spekulative Erwerb von Ackerland begünstigt und der vollumfänglich<br>
zahlende Grunderwerber deutlich schlechter gestellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Länder Schleswig-Holstein und NRW wurden bereits 2017 im Bundesrat mit Konzepten,<br>
zumindest die Erwerber von eigengenutzten Immobilien bei den Kosten besser zu stellen im<br>
Bundesrat initiativ.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Mar 2018 14:27:28 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>VOT-1: Bewerbung Ska Keller</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Bewerbung_Ska_Keller-50786</link>
                        <author>Ska Keller</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Bewerbung_Ska_Keller-50786</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Bewerbung (PDF-Datei)</h2><iframe class="pdfViewer" src="/lpr2018/Bewerbung_Ska_Keller-50786/embeddedpdf?file=%2Flpr2018%2FBewerbung_Ska_Keller-50786%2Fviewpdf%3FsectionId%3D2156"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 23 Mar 2018 00:00:00 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V2: Es lebe das Dorf – Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg unterstützt die Dorfbewegung</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Es_lebe_das_Dorf__Buendnis_90-Die_Gruenen_Brandenburg_unterstuetzt_die_D-18310</link>
                        <author>Landtagsfraktion (beschlossen am: 13.03.2018)</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Es_lebe_das_Dorf__Buendnis_90-Die_Gruenen_Brandenburg_unterstuetzt_die_D-18310</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem Wahlprogramm 2014 wurde die Landtagsfraktion beauftragt, sich im Landtag für eine Enquete-Kommission Ländliche Räume einzusetzen. Dieser – zum Teil auch mit Wissenschaftler*innen besetzte Sonderausschuss – sollte gleich mehrere Aufgaben erfüllen: Den Blick der Landespolitik überhaupt wieder auf die ländlichen Räume lenken, eine differenzierte Perspektive entwickeln, die gleichzeitig die drastischen demografischen Entwicklungen ernst nimmt, aber auch die Chancen und Potentiale erkennt, den Weg bereiten für mehr Mitbestimmung, mehr Fachkompetenz und eine angemessene Finanzierung - und schließlich Plattform für alle Akteure in den ländlichen Regionen sein, die sonst kein Gehör finden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dies ist geglückt, im Juni 2016 wurde die Enquete-Kommission „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ (EK 6/1) eingesetzt. Sie soll „ein Konzept für eine wirkungsvolle Daseinsvorsorge sowie eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung der ländlichen Regionen in Brandenburg erarbeiten und Handlungsempfehlungen zu den einzelnen Politikfeldern abgeben.“ Dafür arbeitet sie mit Vor-Ort-Sitzungen, Livestream, Bürger*innen-Sprechstunden und einem online-Dialogportal sehr partizipativ. Die Landtagsfraktion bringt sich dabei besonders zu den Themen Mitbestimmung und Wertschöpfung ein</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Enquete-Kommission hat nun ihren Zwischenbericht mit ersten Empfehlungen vorgelegt. In diesem wird deutlich herausgearbeitet, dass viele Bürger*innen in den ländlichen Räumen mehr Mitbestimmung wünschen, diese aber sehr eingeschränkt ist. Insbesondere die Dörfer finden in der Kommunal- und Landespolitik kaum Gehör und haben nur wenig Gestaltungsmöglichkeiten. Eine Ursache hierfür ist die letzte Gemeindegebietsreform, bei der viele Dörfer zu größeren Gemeinden zusammengelegt wurden. Dies brachte in vielen Fällen Synergieeffekte, zugleich waren vor der Reform rund 12.000 Menschen in Gemeinderäten aktiv, danach nur noch rund 6.000. Die Kommission empfiehlt keine Rücknahme der Reform, aber eine deutliche Stärkung der Dörfer.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Konkret empfiehlt die Kommission zur Stärkung der Dörfer unter anderem:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- Mehr finanzielle Eigenverantwortung durch <strong>Ortsteilbudgets</strong>: Ortsteile müssen die Möglichkeit einer eigenständigen Finanzierung erhalten. Dazu sollen verstärkt Ortsteilbudgets eingeführt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- <strong>höhere Entschädigungen für Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher, </strong>für Kreistagsmitglieder, Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- <strong>ein aufschiebendes Veto-Recht für Ortsbeiräte</strong> bei Entscheidungen der Gemeindevertretung, die den Ortsteil betreffen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- in der <strong>amtlichen Statistik des Landes </strong>überhaupt wieder Daten über Dörfer bzw. Ortsteile zu sammeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- Die Vernetzung und gegenseitige Unterstützung im Rahmen eines sogenannten „<strong>Parlaments“ der Dörfer“ </strong>im Sinne der Vorschläge der brandenburgischen und europäischen Dorfbewegung zu verstärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg streitet für lebendige und politisch starke Dörfer und setzt sich für die rasche Umsetzung dieser Empfehlungen ein. Die Brandenburger Dorfbewegung wollen wir in ihren Bemühungen weiter aktiv unterstützen.</strong></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir streiten seit Jahren für lebendige Dörfer und ländliche Räume. Nun hat die von uns angestoßene Enquetekommission konkrete politische Empfehlungen erarbeitet, die wir gemeinsam mit der Dorfbewegung Brandenburg einfordern sollten</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 16 Mar 2018 15:50:16 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V1: Die derzeitige Hundehalterverordnung muss weg!</title>
                        <link>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Die_derzeitige_Hundehalterverordnung_muss_weg-64764</link>
                        <author>Anja Wolff</author>
                        <guid>https://lpr2018.antragsgruen.de/lpr2018/Die_derzeitige_Hundehalterverordnung_muss_weg-64764</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Parteitag möge beschließen, dass die Landtagsfraktion eine Initiative zur Änderung des §25a des Ordnungsrechtes, Abschaffung der Hundehalterverordnung sowie Einbringung eines Gesetzes zur Hundehaltung unterstützt bzw. aktiv einbringt. Eine <a href="https://www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de/starweb/LBB/ELVIS/parladoku/w5/apr/AI/51-1.pdf">Gesetzesvorlage</a> liegt dem Landtag bzw. dem Innenausschuss bereits seit 2014 (vorherige Legislaturperiode) vor. Diese wurde von der Landestierärztekammer gemeinsam mit dem Tierschutzbund erarbeitet.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Juni 2000 ereignete sich in Hamburg der schreckliche Vorfall, bei welchem ein kleiner Junge von zwei sogenannten Kampfhunden (Pitbull- und Staffordshire-Terrier) getötet wurde. Bereits in den Jahren zuvor wurde über die Thematik Hundekämpfe debattiert. Doch es gab noch keinen Anlass, hier erweiterte gesetzliche Regelungen einzuführen. Nach dem traurigen Vorfall in Hamburg ging dann alles sehr schnell und vor allem unüberlegt. Auf Bundesebene wurde das <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/hundverbreinfg/index.html">HundVerbrEinfG</a> (Gesetz zur Beschränkung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland) geschaffen, die Bundesländer zogen mit verschiedensten Hundehalterverordnungen nach. Bereits im Jahr 2000 wurde im Bundestag festgehalten, dass sich die Landesregelungen kurzfristig angleichen sollten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wie könnte es besser werden? Viele dieser Verordnungen wurden durch Verwaltungsgerichte gekippt und neu beschlossen. Derzeit haben wir eine Unmenge an individuellen Regelungen in den einzelnen Bundesländern, so dass man als Hundehalter sich in Deutschland nicht frei bewegen geschweige denn umziehen kann. Einige Länder haben bereits die Rasselisten aus ihren Verordnungen und Gesetzen gestrichen und den Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden in den Vordergrund gestellt. Denn gefährlich können nicht nur bestimmte Rassen sein, sondern jeder Hund.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Inzwischen ist es wissenschaftlich belegt, dass eine Gefährlichkeit nicht durch Rasse, sondern ausschließlich durch Haltungsbedingungen erzeugt wird. Der Hundehalter jedweder Hunderasse sollte Kenntnisse zum Hundewesen und zur Hundehaltung haben. Die gelisteten Hunde werden in keiner Beißstatistik an vorderer Stelle geführt. Es wäre somit hilfreich, von den Hundehaltern eine gewisse Sachkunde zu verlangen, wie z.B. den Hundeführerschein des <a href="https://www.vdh.de/hundesport/vdh-hundefuehrerschein/">VDH</a> (Verband für das Deutsche Hundewesen). Diese Haltungsauflage würde sicherlich dazu führen, dass tatsächlich die Anzahl der Beißvorfälle deutlich zurück geht. Und es würde wahrscheinlich auch dazu führen, dass Hundehalter mehr Verantwortung für die Tiere übernehmen und somit weniger Hunde in Tierheimen landen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In den Tierheimen fristen die Listenhunde ein armseliges Dasein oft bis zu ihrem Lebensende, weil eine Vermittlung aufgrund der Gesetzeslage nicht möglich ist. Hinzu kommt oft eine außerordentlich hohe Hundesteuer in den Kommunen, die sich ausschließlich auf die Rasselisten beziehen und Nichtlistenhunde, die auffällig wurden, nicht betrifft. Als Beispiel sei hier der Schäferhund zu nennen. Ein Schäferhund der einen anderen Hund getötet hat oder einen Menschen schwer verletzt hat, wird niemals mit einer erhöhten Hundesteuer belegt, der Bullterrier jedoch, der friedlich in einer Familie mit kleinen Kindern lebt und wohl niemals gefährlich werden würde, ist von der erhöhten Hundesteuer betroffen. Oder beispielsweise der Rottweiler, der eine Rettungshundeausbildung mit entsprechenden Prüfungen hat, kann nicht Hundesteuerbefreit werden, so wie es für Hunde üblich ist, die einen Dienst am Menschen tun. Im Gegenteil, für diesen Hund ist dennoch die „Kampfhundesteuer“ zu entrichten. Ebenso der ausgebildete Therapiehund wird mit der „Kampfhundesteuer“ belegt, sofern er auf der Rasseliste steht. Ein Blindenführhund wird zur „Kampfhundesteuer“ herangezogen, sofern die Rasseliste greift. Dies ist nicht nachvollziehbar und sollte unbedingt geändert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Hundesteuer wird nicht zweckgebunden erhoben, die Kommune kann darüber frei verfügen. Würde wenigstens ein Bruchteil der Steuer für Tierschutzzwecke, wie z.B. die Unterstützung von Tierheimen aufgewendet, wäre dies nachvollziehbar. Denn die Kommunen haben als Pflichtaufgabe die Unterbringung von Fundtieren. Dies müsste in jedem Fall verbessert werden, eine Fundsache muss laut BGB für ein halbes Jahr aufbewahrt werden, vielfach wird jedoch lediglich für vier Wochen Aufenthalt gezahlt. Hierzu hat der Deutsche Tierschutzbund ein umfangreiches <a href="https://www.tierschutzbund.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Positionspapiere/Heimtiere/Fundtierkostenerstattung_Tierheim.pdf">Statement</a> veröffentlicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese Beschlussvorlage hat letztlich folgende Ziele:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Effektiver Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Verantwortungsvolles und artgerechtes Halten von Hunden</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Reduzierung der Hunde in Tierheimen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Schaffung eines Hundegesetzes nach dem Vorbild Schleswig-Holsteins oder Thüringen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nähere Informationen zur Thematik: <a href="http://www.vi-rasseliste.de/">http://www.vi-rasseliste.de/</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 08 Mar 2018 15:42:00 +0100</pubDate>
                    </item></channel></rss>